Scarlattis Toccata K. 141 d-moll gespielt auf dem Clavicembalo

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30 Kommentare zu “Scarlattis Toccata K. 141 d-moll gespielt auf dem Clavicembalo

  1. Flowermaid sagt:

    … altes Instrument, junger begabter und ambitionierter Künstler perfekt als Nachlese…*freu*

  2. bruni8wortbehagen sagt:

    Ich weiß ja nicht so ganz genau, wieso mich gerade Scarlattis Kompositionen so sehr ansprechen und wieso ich von diesem alten Instrument nie genug bekomme, aber so ist es wohl einfach.

    Ich höre die ersten Töne und empfinde sie wie einen Zauber, der aus vergangenen Tagen bei mir ankommt und mich einhüllt, als wäre es ein Mantel aus Samt und Seide, in dem ich so lange verweile bis der letzte der Töne verklingt.

    Wie schön, daß das ClavicembaloStück vom Herrn Scarlatti hier von einem jungen Mann gespielt wird, der erstmal nicht so aussieht, als würde er sich unbedingt mit alter Musik befassen 🙂

    • finbarsgift sagt:

      *lächel* ja, das siehst du vollkommen richtig,

      deswegen hab ich auch diesen jungen netten Menschen ausgewählt!

      Scarlatti war ja auch nicht wirklich immer alt *hehe*

      Als er im Wettkampf stand mit Herrn Händel damals um die Weltmeisterschaft im schnellen Cembalospiel, und gewann, da war er in etwa so jung wie der heutige Interpret seiner berühmten Toccata 🙂

      • bruni8wortbehagen sagt:

        *schmunzel*, ach, mit Herrn Händel? Das ist ja interessant, lieber Finbar.
        Ich liebe es, von Dir diese feinen nicht so ganz bekannten *Kleinigkeiten* zu hören, diese Feinheiten, die zu ganzen Geschichten drumherum anregen.

        Wie abstarkt und nebelhaft blieben uns die Künstler, wüßten wir nichts über sie und ihr Leben

        • finbarsgift sagt:

          Oh ja…

          Händel und Scarlatti waren damals beide in Venedig zugange, der wichtigsten Musikstadt um 1700 herum, und wollten sich noch mehr musikalische Meriten verdienen…

          Beide waren ja gleich alt, 1685 geboren…
          Den Orgelspiel-Wettbewerb gewann Händel,
          den Cembalospiel-Titel holte sich Scarlatti…

          • bruni8wortbehagen sagt:

            ich hatte es schon mal nachgelesen, aber es war ein so sehr langer Text mit vielen, vielen Infos und für mich ist es immer tausendmal besser, wenn ich kleinere Häppchen serviert bekomme. Die verdaue ich besser und schneller 🙂

            Ist ja auch logisch, wird mir beim Nachdenken darüber bewußt, bei welchem Instrument sie gewannen, jeder in dem, in dem er sich unglaublich zuhause fühlte!

            Danke für Deine schöne informative Nachhilfe, lieber Finbar

            • finbarsgift sagt:

              Genauso ist es, vom Händel gibt’s eine Reihe sehr guter Orgelkonzerte,
              die immer noch seeeehr hörenswert sind!

              • bruni8wortbehagen sagt:

                *lächel*, ja, einige sind mir schon mal begegnet, lieber Finbar.

                Diese Orgel, oh ja, dieses riesige gigantische Instrument.

                Es gibt eine Bloggerin, die viel davon versteht, lieber Finbar. Bist Du ihr schon mal begegnet?
                Ich meine, sie hat auch hier schon kommentiert *schmunzel*

  3. kinder unlimited sagt:

    mannomanno mann knackig, jung, unangepasst und spielt genial……und das noch Klassik….endlich räumt mal jemand mit dem Vorurteil auf ! Irgendwie gefällt mir das, wenn die Künstler nicht so abgehoben herüberkommen. Ich könnte mir vorstellen, dass auch sehr viel jüngere in ein Konzert gehen würden. So, jetzt halte ich die tippende Klappe und hör mir und schau mir das noch ein wenig an. Danke (!) für’s Vorstellen, Lu!

  4. Donnerwetter – das hat mir gut gefallen. Vielen Dank fürs auswählen & präsentieren.
    Musikalische Grüße aus dem Garten 😀

  5. wolkenbrecher sagt:

    Das klingt meiner Meinung nach ziemlich schnell und leider auch gefühllos runtergespielt. Verzeih, wenn ich das so empfinde, aber dem Stück oben und hier fehlen Seele und Gefühl. Aber mag sein, dass ich zu verwöhnt bin, was Scarlatti betrifft. Die jungen Leute kommen von der Uni und sind sehr fingerfertig, aber Emotionen haben sie nicht gelernt, weil diese aus der Seele kommen müssen. Ein Scarlatti hätte sich im Grab umgedreht. Ich meins nicht böse, aber empfinde es eben so .. Wenn du dich dabei erhoben fühlst, gönn ich dir die Stücke, LG Sven 🙂

    • finbarsgift sagt:

      Ich verstehe dich, Sven, teile hier deine Meinung aber nicht.

      • wolkenbrecher sagt:

        Scarlettis Werke brauchen Luft zum atmen, brauchen die Bremse im Tempo, um den Anschub zu inszenieren, brauchen die kleinen Pausen, die jedes Gedicht sich gönnt von einer zur anderen Zeile. Das ist auch der Grund, warum ich Flinkfinger wie Steve Vai nicht so mag, denn sie spielen alles perfekt und schnell runter, aber die Seele des Stückes etwa eines Jimi Hendrix geht flöten. Wenns dir gefällt, ist es doch schön .. Liebe Grüße, Sven

        • finbarsgift sagt:

          Vollkommen richtig, was du schreibst!
          Feine Musik wird seeeehr oft viel zu schnell gespielt.

          Virtuosen wollen eben brillieren, und sie meinen das beeindruckender machen zu können, wenn sie durch die Partituren rasen, die sie längst auswendig im Kopf haben,

          und so siegen zumeist flinke Finger und Kopf über Herz,
          mit fatalem Ergebnis!

          Diese Toccata von Scarlatti ist ein solches rasantes Showpiece, bei dem nur wenige die künstlerische Balance von Anfang bis Ende halten können…

          Morgengrüße vom Lu Finbar

      • wolkenbrecher sagt:

        Habs nochmals gehört und hab es jetzt anders gehört: Es waren 13 Pausen in Sekunden eingebaut und davon einige längere. Ich entschuldige mich. Das Werk hat mich wohl überfahren. Super!

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