Würfel-Mahnmal: Niemals wieder

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© finbarsgift

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41 Kommentare zu “Würfel-Mahnmal: Niemals wieder

  1. brandy99 sagt:

    Gerade jetzt ist die Mahnung und Erinnerung besonders wichtig

  2. Ich befürchte, dass wir von der Kollektivschuld zur kollektiven Ahnungslosigkeit gekommen sind. Das Wissen über die Verbrechen schwindet, die Gleichgültigkeit nimmt zu.

  3. waehlefreude sagt:

    Hallo und guten Tag.

    Nur das Erlebte ist nicht fremd und selbst dann. Wenn jemand Kopfschmerzen hat, bedauere ich es, biete vielleicht eine Tablette an und dann?

    In meinem Geburtsort am Rhein sah man in meiner Kindheit noch Kriegsschäden und fand Munitionsreste. Und es gab eine Jüdin, die den Krieg überstanden hatte und einen Kramladen betrieb, in dem es auch Spielsachen gab. Ich mochte die Frau, die ein wenig eigenartig war. Sie hatte zwei zahme Raben, von denen einer sogar etwas sprechen konnte.

    Andere Kinder hatten Angst vor ihr und manche Erwachsenen verhielten sich in meinen Augen „komisch“…. Erst sehr viel später habe ich einigermaßen begriffen, weshalb das so war und dachte: „Scheiß Nazis!“

    Es ist gut, zu erinnern und doch gab es Vietnam und es gibt Tibet… Und es gibt Flüchtlinge, die umkommen und das nicht durch den Krieg, sondern durch…

    Und es gibt ebenfalls Kinderarmut in Deutschland und nicht nur das…

    Herzlichst,
    Frank

    • finbarsgift sagt:

      Oh ja, lieber Frank, es GAB/GIBT/WIRD GEBEN immer schon viel Leid unter den Menschen, aber auch Leidenschaft…

      Und dennoch, die Nazizeit wird unübertroffen bleiben, zu ALLEN ZEITEN, so ein Ereignis wird/sollte/muss unwiederholbar sein!

      Herzlichen Dank für deinen wertvollen Kommentar!
      Liebe Frühlingsgrüße
      vom Lu

      • waehlefreude sagt:

        Lieber Lu,

        In Marsberg steht so ein neues „Mahnmal“ rum, wegen des wirklich grauenhaften und schlimmen Attentats in Paris. Und es steht buchstäblich rum…

        Und in Berlin, sehr monströs, stehen ganz viele „Würfel“ und es muß aufgepasst werden, daß da keine Kinder spielen. – Wie sagte Schröder: „Ein Platz zu dem man gerne geht…“

        Mein Sohn meinte, als ich den Film „Napola“ anschauen wollte: „Mit dem Scheiß hat man uns in der Schule schon gequält und das Wort „Nationalsozialismus“ kann ich nicht mehr hören. Ich bin kein Nazi!“

        Bei einem Bildungsträger in Berlin interessierte sich eine Teilnehmergruppe junger Erwachsener, mit hauptsächlich Migrationshintergrund, für die Nazizeit.

        Die fanden den Film „Napola“ gut und verstanden danach besser, wie Menschen verfügbar gemacht und verführt werden können. – Und sie zogen Parallelen zu ihren Heimatländern, wo Israel ja auch oft genug Feind ist und sogar Krieg geführt wird…

        Wir haben uns darauf einigen können, daß Fanatismus in jeder Form schlimm ist und Menschen sich einfach respektieren sollten. Das lag allerdings auch an den Teilnehmern dieser Gruppe, daß so eine Einigung möglich war. Wirklich tolle junge Leute!

        Herzlichst,
        Frank

        • finbarsgift sagt:

          Mit Sicherheit!

          Vielen Dank für deine zahlreichen Beispiele…

          Wie wir sie auch drehen und wenden, lieber Frank, es bleibt dabei:

          was während der 12 Jahre Naziherrschaft verbrochen wurde, und zwar zum großen Teil von Deutschen Menschen, die anderen Menschen der Welt unglaubliches Leid zufügten, ist an Scheusslichkeit unüberbietbar,

          und die Geschichte dazu,
          und die Bilder und Filme darüber und Bücher sollten NIEMALS WIEDER in Vergessenheit geraten…

          Egal,
          ob Kinder Mahnmale in ihr Spiel integrieren,
          egal, ob Jugendliche nichts mehr davon wissen wollen,
          und natürlich von Geburt an keine Nazis sind…

          Liebe Morgengrüße vom Lu

  4. bruni8wortbehagen sagt:

    Mahnen sollten wir täglich, aber dann würde es noch schneller im Alltag versickern, als so schon.
    Entsetzen pur – das was passierte. Unglaubliches, das es doch gab und die Greueltaten wurden von Menschen wie uns begangen – das ist das Schlimme
    und ich überlege, waren/sind sie wie wir? Sind wir anders? Wenn ja, wieso?
    Manchmal bin ich geneigt, es der Einfachheit halber Grausamkeitsgen zu nennen. Grottenfalsch vermutlich, es sitzt so tief drin, irgendwo in jedem und wird es geweckt, kennt es kein Halten mehr… Graumsames geschah und Grausames geschiet und wir hören und sehen davon – täglich, stündlich…
    Jede Mahnung ist gut, ob sie fruchtet, ist etwas sehr anderes.

    • finbarsgift sagt:

      Eine Mahnung, liebe Bruni, kann immer nur mahnen, mehr nicht…

      Die meisten Menschen gehen leider an diesem feinen geometrischen Mahnmal hier inmitten der Kesselstadt, auf dem Stauffenbergplatz vorbei…

      Vielleicht haben sie ja sogar genug davon, sich mahnen zu lassen…
      wer weiß?!

      • bruni8wortbehagen sagt:

        Ob sie genug davon haben, sich mahnen zu lassen, lieber Finbar, weiß ich nicht, aber es ist vielleicht so wie hier:

        *gedankenlos* gehen wir
        *gedankenlos* blicken wir
        unsere Ohren sind taub…

        und wir gehen weiter, immer unserem hochwichtigen Ziel entgegen…

        • finbarsgift sagt:

          …so hochwichtig sind sie zumeist nicht,
          das ist es ja eben…

          • bruni8wortbehagen sagt:

            *lächel*, genau DAS ist es, oh ja!

            • finbarsgift sagt:

              Die Menschen NEHMEN sie nur furchtbar wichtig…

              • bruni8wortbehagen sagt:

                fixiert auf ihr Ziel sind sie, kaum in der Lage, einen anderen Gedanken zu fassen.
                Ist schon komisch, dabei ist es ja wirklich oft nichts Besonderes, was sie vorhaben…

                • finbarsgift sagt:

                  …sie blicken nicht mehr nach oben, nur noch vor sich hin nach unten, auf das kleine magische Rechteck und vergessen die Menschen drumherum…

                  Sie kommen dadurch gar nicht mehr dazu, sich gedanklich mal aus allem rauszunehmen und mal den Blick von ganz oben nach Marc Aurel zu praktizieren…

                  • bruni8wortbehagen sagt:

                    *schmunzel*, ja, diese kleine magische Rechteckt nimmt recht viele von ihnen regelrecht gefangen und sie sehen weder nach rechts, noch nach links.
                    Lieber Finbar, viele kennen nicht mal den Namen Marc Aurel und es sind nicht unbedingt ungebildete Leute, sondern nur solche, deren Gedanken in eine sehr andere Richtung gehen, deren Leben so anders ist als meines oder Deines, da ist es schwierig, sich ihren Gedanken zu nähern.

                    Es gibt so viel zu sehen, rings um uns. Ich bin oft sehr erstaunt darüber was ich finde und dann komme ich her, in den Finni und erkenne, Du siehst sie auch, diese so leicht übersehbaren unscheinbaren Besonderheiten und ich atme auf, fühle mich nicht nicht alleine…

  5. Das Problem mit dem „niemals wieder“ ist ja, dass die notorischen Geschichtswiederholer das gerne ins Leere laufen lassen. Um es ganz und gar ungeschminkt auszudrücken: Unter dem Slogan „das ist ganz was anderes“ wird die immer gleiche Scheiße in immer neuen Verpackungen verkauft (und auch massenhaft GEkauft).

    • finbarsgift sagt:

      Genauso sehe ich das auch…

      Jede Generation will erneut SELBST alle scheusslichen Erfahrungen der Vorgänger-Generationen machen…

      Die Jugend interessiert sich nicht für die verlorenen Kriege der Alten, Zitternden…

  6. lesenbiene sagt:

    Manchmal denkt man, die Menschen lernen nicht aus ihren Fehlern…

  7. Clara HH sagt:

    Leider gehen immer mehr Leute achtlos an solchen Mahnmalen vorüber, ohne sich darüber klar zu werden, was da gesagt werden soll.

  8. Dao Humanyu sagt:

    Schönes Mahnmal, schlicht und einfach. 🙂

  9. Flowermaid sagt:

    … der Stein sitzt quer, er lässt sich nicht verbauen… niemals wieder

  10. Michi sagt:

    Die Geschichte ist voll mit Verbrechen. Ich fand den Holocaust schon immer abscheulich. So manch einer meint ja auch man könnte Hitler Parodien aufführen oder verfilmen ( Er Ist Wieder Da). Bei dem Namen sollte es nichts zu lachen geben, nur ein Gefühl von tiefer Abscheu. Wirklich nah an den Holocaust gebracht hat mich das Buch “ Das Lachen un der Tod“ von Pieter Webeling. Aber nicht nur die Verbrechen der Nazis beschäftigten mich immer wieder auch das Verbrechen an Afrika. 500 Jahre Sklaverei. Hier empfehle ich den Film „12 Years A Slave“. Das Thema wurde ja schon öfter verfilmt, aber kein anderer Film zeigt die barbarische Perversion Sklaverei wie dieser. Noch heute versucht sich Afrika von den Jahrzehnten in denen die Kolonien herrschten zu erholen. Kein Afroamerikaner oder Afrikaner hat je einen Cent der Wiedergutmachung erhalten.

    • finbarsgift sagt:

      Du hast recht mit allem, was du hier schreibst, und ich bin dir seeeehr dankbar für deinen Kommentar, auch für die Hinweise auf Medien…

      Hitler ist und bleibt für mich bis heute der mit Abstand größte Verbrecher, der je auf Erden war, mit Sicherheit der Teufel in Person, der 12 Jahre lang die Welt in Angst und Schrecken versetzt hat…

      Ja, die Ausbeutung Afrikas hat eine lange Tradition und die modernen nordwestlichen Reichländer sollten sich Tag und Nacht dessen schämen, anstatt weiterhin die Globalisierung voranzutreiben…
      und endlich Afrika emanzipieren!

  11. Meine Art sagt:

    Es wird sie immer geben die Menschen die sich über andere erheben weil diese glauben sie wären die Krönung der Schöpfung, es ist einfach nur zum Kotzen. ( Entschuldige die Ausdrucksweise)
    IS, Rechte, in USA Besonders usw, es macht einem nur traurig. 😦

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