Blauer Sturzbach (Krolow)

Blauer Sturzbach,
ehe das Grün seine Augen
aufschlägt: Himmel,
in den das Frühjahr
Leitern für Singvögel legt.

Der musikalische Körper
des Lichtes bebt
im Mittag der Lerchen.

Das Dunkel
widerspricht nicht mehr.
Die Lampen der langen Nächte
sind gelöscht.

Weiden halten
ihr wehendes, gelbes Haar
unter den Regen der Farben.

© Karl Krolow

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21 Kommentare zu “Blauer Sturzbach (Krolow)

  1. eckisoap sagt:

    ohhhh ist das herrlich! ❤ und blau…
    ich habe heute auch blau im blog 😀
    und schicke dir herzlich, liebe frühlingsgrüße

  2. bruni8wortbehagen sagt:

    Feine Worte, die wundervoll ausdrücken, wie sehr wir den Frühling lieben,
    mit seinem gesamten Erwachen, das er uns immer noch ein wenig näherbringt,
    bis wir mitten in ihm erwachen, im Regen der Farben und nach denen wir geradezu lechzen *schmunzel*.
    Wenigstens geht es mir so. Die Winterzeit dauerte mir nun lange genug…, ihr Trübsein war nicht sonderlich gut für anfällige Gemüter

  3. amommasview sagt:

    Wunderschön! Ein starker Frühlingsgruss 🙂

  4. kinder unlimited sagt:

    hmmm….interessanter Mann, ein Nazi, der sich international in seinem Leben weiterentwickelte…ob er nur den Frühling meinte ?

  5. Anna-Lena sagt:

    Ob milder Winter oder später Herbst, nun mag der Frühling kommen und uns mitreißen in seinem Aufbruch, uns erwecken mit seiner Kraft und uns in seiner Buntheit umfangen.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    • finbarsgift sagt:

      Er ist doch schon längst da, der Frühling, liebe Anna-Lena,

      kalendarisch bereits seit dem ersten März, und kosmisch gesehen, seit dem zwanzigsten 🙂

      Und, unglaublich, aber wahr, ich genieße diesen feinen Frühling auch schon seit geraumen vier Wochen,

      was man nicht zuletzt auch an diversen finbarschen Einträgen bemerken kann 🙂

      Liebe Frühlingsgrüße
      vom Lu

  6. ein wunderbares gedicht!
    danke und liebe frühlingsgrüße dir, lieber lu!
    diana

  7. Flowermaid sagt:

    Der Geist von Frühling, expansiv eindrücklich, zuversichtlich… duftende Zeilen 😀

  8. waehlefreude sagt:

    Wenn das Gedicht nicht passt, dann weiß ich´s auch nicht. Sooo viel Regen! Und nun frühlingelt es sich tüchtig voran. Die Leberblümchen auf meiner Steingartenterrasse blühen nun auch; und nachdem ich bei dem Regen heute „ein Auge zugedrückt“ hatte; siehe da: Sonne!!!

    Und wie gut, daß mein Sohn über Ostern entschieden hat, daß er erst einmal die Arbeit sacken lassen muß. – Er besucht mich in der kommenden Woche und da sind die Chancen auf Cappuccino in der Sonne erheblich größer.

    Liebe Frühlingsgrüße,
    Frank

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