Meine erste Zigarette

 

 

Meine erste Zigarette probierte ich im zarten Alter von vierzehn Jahren. Da wollte ich endlich wissen, wie dieser ominöse Tabakministengel mundnah schmeckte, der die Gemüter und Lungen vieler Menschen so arg bewegte und in Mitleidenschaft zog.
Also besorgte ich mir eine große Packung Filterzigaretten.

Ich wollte die erste Zigarette meines Lebens allerdings heimlich rauchen, also unbedingt ganz für mich allein und so genussvoll wie möglich ausführlich zelebrieren.
Dazu suchte ich meinen damaligen Lieblingsplatz während meines hessischen Schülerdaseins auf: ein prächtiges kleines Waldstück zwischen Hanau und Langenselbold, das einen feinen kleinen Baggersee umarmte, den ich Erlensee nannte. Für mich war dieser geheime und geheimnisvolle Ort sehr einfach mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg vom Gymmi zu erreichen, und vor allem fernab aller Wohnorte meiner damaligen Schulfreunde.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich nach dem Absteigen vom Fahrrad die erste Zigarette meines Lebens zwischen meine Lippen zu klemmen wagte – ein ganz seltsam ungewohntes Gefühl war das – und mit einem Streichholz vorsichtig anzündete.
Denn zuvor setzte ich mich erst einmal klopfenden Herzens ans Ufer des Erlensees und überzeugte mich einige Minuten lang davon, dass auch wirklich die Luft hier um mich herum absolut rein war, also niemand sonst – auch nicht zufällig – in der Nähe herumlungerte und womöglich auch gerade die erste Zigarette seines Lebens rauchte.

Und ja, ich war aufgeregt, und wie! Ich tat ja damals wissentlich etwas Verbotenes, etwas von meinen autoritären Eltern mir explizit Verbotenes (sie würden meine Qualmfahne doch sofort riechen, verdammt, da wartete echt Krach auf mich)!
Schließlich hatte ich aber genug von der quasi meditativen Vorbereitung, öffnete die Packung und setzte die erste Zigarette meines Lebens unter ganz vorsichtigem Ziehen in Brand. Ich war etwas erstaunt darüber, wie einfach das gelang, praktisch wie automatisch funktionierte: sie brannte und qualmte wundervoll allein vor sich hin.

Nun saß ich also mutterseelenallein mitten in der hessischen Pampa und paffte meine erste Zigarette, unglaublich! Wer hätte das gedacht! Und plötzlich lachte ich äußerst vergnügt ob dieser Situation vor mich hin und mein Lachen schallte auch noch hüpfend über den Erlensee hinweg und erzeugte in den Bäumen gegenüber sogar ein kleines Lachecho.
Dabei hatte ich meinen nur zu oft verdammt strengen Eltern sicherlich schon mindestens hundertmal felsenfest versprochen, niemals in meinem Leben so ein todbringendes Raucherteil, inklusive des Nervengifts Nikotin und des lungenverdreckenden Teers, auch nur anzurühren!

Nachdem ich meine erste Zigarette erfolgreich geraucht, genauer gepafft hatte, also ohne auch nur einmal zu inhalieren, setzte ich die zweite Zigarette meines damals noch sehr jungen, unerfahrenen Lebens in Brand und spürte nun beim öfters Paffen ein gewisses unangenehmes Brennen auf der Zunge, das nach ein paar Minuten sogar immer heftiger wurde: das Zigaretten-Rauchen schien zumindest ihr nicht so sehr zu behagen.

Also wurde es Zeit, die Lungenflügel mit einzubinden. Nicht sofort traute ich mich, doch dann irgendwann atmete ich den Qualm einfach via Luftröhre in die Lunge ein — und sofort fing ich wie verrückt an zu husten!
Das schmeckt ja absolut null, dachte ich mir, im Gegenteil, es kommt mir so vor, als stünde meine Lunge in Flammen!
Aber wie nun wieder löschen?! Ich hatte ja noch nicht mal etwas zu trinken dabei.
Ich stand auf und lief etwas ängstlich am Ufer des Erlensees entlang um mich wieder zu beruhigen.

Für eine kurze Zeit stoppte ich mit der Qualmerei, denn mein sensibles Herz hatte inzwischen angefangen immer heftiger zu schlagen und der damit verbundene Schnellschlagmodus irritierte mich bei meinem Rauchtest. Zumindest meine Lunge und mein Herz wollten wohl nicht so einfach mitmachen beim Rauchen, so viel stand auf jeden Fall mal fest!
Und so kehrte ich für den Rest der zweiten Zigarette zum gemütlichen Paffen zurück und fühlte mich dabei fast wie ein moderner Indianer, den Friedensstengel mit sich selbst rauchend.

Meine dritte Zigarette versuchte ich zwischen den einzelnen Paffzügen möglichst lässig zwischen Zeige- und Mittelfinger der linken Hand zu halten und sie auch in den Mundwinkeln superlässig herumhängen zu lassen, so wie einst der legendäre Filmheld Jean-Paul Belmondo in Atemlos, um der ebenfalls legendären Jean Seberg damit wohl etwas mit seiner coolen Raucherei zu imponieren.
All das gelang auch mir sofort – vielleicht war ich ja doch ein natürliches Rauchtalent?! Allerdings war ja niemand da, die mich dabei hätte bewundern können, aber ich hatte es ja auch so gewollt.

Es folgte mutig die vierte Zigarette. Dieses Mal wollte ich versuchen, öfters auf Lunge zu rauchen, ohne dabei zu husten, das musste doch möglich sein, andere konnten das doch auch. Und richtig, meine Lungenflügel wehrten sich nun nicht mehr ganz so heftig wie beim ersten Versuch, Gottseidank!
Ein paar makellose Lungenzüge gelangen mir ohne zu husten, obwohl ein Hustenreiz da war, den ich allerdings so gut es ging unterdrückte. Und ich wurde stolz und immer stolzer und begann sogar zwischen den Zügen laut und immer lauter smoke on the water zu intonieren, sogar immer lauter zu singen, auch wieder über den geliebten Erlensee hinweg bis zum anderen Ufer.
Ich hatte es geschafft! Ich konnte endlich auf Lunge, also richtig rauchen!

So gegen Ende der vierten Zigarette wurde es mir allerdings urplötzlich ziemlich übel, daher zündete ich zunächst mal keine fünfte Zigarette mehr an.
Genauer gesagt, kam ich auch vorerst nicht mehr dazu, denn mir wurde sogar kotzübel und gleichzeitig fing es auch noch überall im gesamten Magen-Darm-Trakt gehörig an zu rumoren.

Ich konnte gerade noch das Ufer des feinen Erlensees verlassen und zu einem der mächtigeren Bäume hinter mir rennen, bevor ich mich übergab. Das ganze schöne Schulmittagessen wurde krampfartig hochgepumpt und ergoss sich vor mir auf den Boden. Igitt!
Aber das war noch lange nicht alles. Rechtzeitig gelang es mir noch, meine Jeans samt Unterhose blitzschnell auszuziehen und schon pfiff der Zigaretten-induzierte Dünnschiss unter mir heraus wie ein Sturzbach!
Mannomann war mir nun schlecht, sauschlecht sogar! Und ich kotzte und schiss in mehreren Schüben alles heraus, was in mir war, oben wie unten.
Und daraufhin hatte ich sowas von absolut null Bock mehr auf eine weitere, die fünfte Zigarette; eigentlich gar keine Lust mehr auf irgendetwas, zumindest heute.

Irgendwann stieg ich dann völlig geplättet, baff und paff sozusagen, erledigt wie nach einem ewig langen Marathonlauf wieder auf mein Velo und fuhr ganz langsam und ganz vorsichtig nach Hause.
Dort gelang es mir – gottlob – sofort unauffällig zu duschen und danach zweimal hintereinander die Zähne gründlich zu putzen, bevor meine Eltern auftauchten.
Sie bemerkten nichts, denn ich saß schon wieder wie immer sofort nach der Schule eifrig bei den Hausaufgaben und versuchte so gut wie irgend möglich, ein post-raucherisches Nichts zu simulieren, was wohl gelang, denn weder Mutter noch Vater sprachen mich darauf an.

Meinen Schulkameraden erzählte ich natürlich am nächsten Tag absolut nichts von den ersten Zigaretten meines Lebens. Ich wurde auch nicht danach gefragt, gut so!
Bis zu meinem dreiundzwanzigsten Lebensjahr rührte ich nach diesem Raucherlebnis am für mich inzwischen legendären Erlensee in meinem hessischen Lieblingswäldchen absolut keine einzige Zigarette mehr an.

Dann allerdings waren es gleich die etwas verruchten Gauloises bleues ohne Filter, die, wie sich bald herausstellte, auch nicht gerade besonders gesund waren.
Zwölf Jahre lang konnte ich sie trotzdem nicht lassen, überlebte diese Zeit aber gottlob und mit fünfunddreißig Jahren stellte ich dann die Raucherei von Zigaretten aller Arten gänzlich ein.

Seither überlasse ich es anderen Menschen, die das Rauchen weitaus besser vertragen und können, wie zum Beispiel Helmut Schmidt, der allerdings doch schließlich starb, trotz Kettenrauchens und Herzschrittmacher, der aber übrigens auch immer eine Ausgabe von Marc Aurels genialen Selbstbetrachtungen bei sich trug.
Vielleicht lebte er ja nur deshalb trotz des täglichen Zigarettenkonsums so erstaunlich lange.

 

 

 

 

 

© finbarsgift

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Texte.

108 Kommentare zu “Meine erste Zigarette

  1. Eine sehr amüsante Das-erste-Mal-Geschichte 🙂 Gymmi und Erlensee lassen eine ähnliche Sozialisation vermuten, so geht es vermutlich vielen anderen auch. Mitgefühl im Nachhinein, da war ja ein gehöriges Maß an Drama drin. lg

    • finbarsgift sagt:

      *lächel* oh ja, Peggi, da waren Momente dabei, da dachte ich, das war’s wohl…

      Aber die beeindruckten mich wohl so, dass ich das Rauchen erst mal noch ließ für weitere zehn Jahre.

      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  2. bruni8wortbehagen sagt:

    Ach, wie schön finde ich doch Deine 1. Zigarette-Geschichte, lieber Finbar

    Wie sehr habe ich über diesen Satz hier geschmunzelt

    *sie brannte und qualmte wundervoll allein vor sich hin.*

    So hast Du begonnen und Dich – so wie es nun mal Deine Art ist – konsequent durch sämtliche Etappen eines qualvollen Beginnens hindurchgearbeitet bis zum bitteren Ende, dem Raucherdasein, und das auch noch mit filterlosen Gauloises, die eine Menschenlunge eigentlich gar nicht mag, die sie mit dem ersten Husten schon verweigern möchte.
    Aber es hilft ihr nicht… nur immer viel später, so wie bei meinem Vater, aber bei ihm war es die Rothändle, die es schon ewig nicht mehr gibt und ihn auch nicht.

    (Noch heute sehe ich meine Französischlehrerin, wie sie eine Packung Gauloises hervorzog, den Goldfilter (ja, sie rauchte ausschließlich diese) abriß und sich den Zigarettenrest hinter das Ohr schob… Wir sollten ja etwas von ihr lernen, aber viel war es nicht…

    Ein toller amüsanter, informativer und sehr ehrlicher und offener Text von Dir, lieber Finbar.

    Wie gut, daß Du das Rauchen dann doch wieder gelassen hast, nach zu vielen Jahren, aber dann hast Du es gottseidank doch noch geschafft!

  3. Struppi-2009 sagt:

    Die Geschichte mit Deinem 1.Zigaretten-Erlebnis finde ich amüsant zu lesen.
    Sei froh, daß Du von den Glimmstengeln abgekommen bist. Die Gesundheit ist wichtiger als die vielen Lungenzüge die nur Deine Lunge verdrecken.

    Viele Grüße
    Traudl

    • finbarsgift sagt:

      Wie recht du doch hast, liebe Traudl…genauso ist es, Hauptsache keine mehr rauchen, das ist das allerwichtigste!
      Dankeschön für deine Worte, liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  4. PachT sagt:

    Am 21.04. d. J. vor 21 Jahren hatte ich nach 32 Jahren Nikotinkonsum aus eigener Kraft, mit eigenem Willen und ohne Hilfsmittel diesem Laster abgesagt … Ich bin stolz auf mich !

  5. grafzahn85 sagt:

    13 war ich auch, es war auch in Hessen, allerdings nicht zwischen Hanau und Langenselbold sondern zwischen Neuberg und Hammersbach wo ich meine erste Zigarette rauchte. Doch leider erging es mir nicht wie dir und ich bin dabei geblieben. Dennoch kenne ich die von dir beschriebene Ecke recht gut. Wohne ich doch momentan nur einige Gehminuten von dem Erlensee entfernt. Ist in der Tat ein schöner Flecken dort.

  6. kowkla123 sagt:

    hab mich richtig amüsiert, einen guten Tag wünsche ich dir

  7. kinder unlimited sagt:

    ich erinnere mich gar nicht an meine erste Zigarette….ich rauche nur noch sehr sehr sehr selten in Gesellschaft. Aber nie Gauloise;-)

    • finbarsgift sagt:

      Dann hast du ja ein ganz entspannt klingendes Verhältnis zum Rauchen.
      Oder bist du oft in Gesellschaft? *g*
      Bonjour, liebe Ann, have a pleasant Day!

      • kinder unlimited sagt:

        ja, das stimmt;-) nein, eher nicht so oft . Ich würde mir aber wünschen, dass die Zigarettenindustrie ihren Plan verwirklicht und 3 Zigaretten Packungen verkaufen würde….denn wenn ich mir eine kaufe, entwickel ich den Drang, immer mehr zu rauchen….3 Zigaretten sind da überschaubarer 😉 have a pleasant day too,Lu 😉

  8. Xeniana sagt:

    Hab mich auch amüsiert und mich mit Grauen an meine erste Zigarette erinnert….

  9. Flowermaid sagt:

    Schöne Geschichte Lu… du hast dein erstes Rauchererlebnis aber wirklich in alle Richtungen zelebriert, gründlich bist du… als Kind griff ich mir in einem unbeobachteten Moment die Zigarette meiner Mutter, das hatte mich für alle Zeiten kuriert… ;-D

  10. petitpit sagt:

    Warum nur gleich 4 auf einmal? Jugend forscht??
    Ich war nicht so hemmungslos, konnte mich dank Dir aber daran erinnern, das ich mit der ersten Zigarette auf meinen Lieblingskirschbaum stieg und sie dort paffte.
    Später habe ich auch Pfeife probiert. Die machte viel mehr Qualm – bis sie mir beim Besuch einer Dorfdisco abgenommen wurde.

    • finbarsgift sagt:

      Nicht auf einmal, nacheinander 🙂

      Erste Zigarette auf dem Lieblingskirschbaum…
      Das klingt aber wirklich schön!

      Unerhört, dir einfach die Pfeife abzunehmen!

      Danke für den feinen Kommentar,
      liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  11. Corona sagt:

    Es war an einem schönen Sommertag nach der Schule. Meine Mutter war noch auf Arbeit, meine Schwestern im Kindergarten, da stibitzte ich mir einen Glimmstengel von meiner Mutter, aus der Dose, die auf dem Tisch stand. Schnappte mir die Streichhölzer und setzte mich auf den Balkon und probierte meine erste Zigarette. Mir war danach speiübel ohne zu speien. 😂
    Irgendwann dachte ich, wieso schmeckt es den anderen es denn so. Also, ich war wieder alleine, und testete die nächste. Trotz Übelkeit, probierte ich es irgendwann wieder und wieder und so steigerte sich das dann.
    Bis ich schwanger wurde nach 6 Jahren, hörte ich von heute auf morgen auf.
    6 Jahre später auf einer Feier fing ich wieder an. 😩
    2 Jahre später hörte ich wieder auf, denn dann grüßte der Klapperstorch zum dritten Male.
    Tja, dann dachte ich , jetzt lässt du es endgültig sein. 😣 10 Jahre später war plötzlich wieder was Qualmendes zwischen den Fingern.
    😑

    Aber du hast es wunderbar bildhaft wiedergegeben. Sehe dich als kleinen Bengel mitten in der Natur am See mit Glimmstengel da sitzen. 😂 Und wie du dann abflitzt…

    • finbarsgift sagt:

      Dann ist das ja ein ewiges Hin und her, dein ganzes bisheriges Leben über…
      Du bist mir ja eine! *hehe*

      Dankeschön, freut mich sehr, wenn dir die rauchige Geschichte vom jungen Lu gefallen hat,
      und danke für deine Worte zum Thema *lächel*

  12. Mitzi Irsaj sagt:

    Eine schöne Erzählung, lieber Lu.

  13. bernard25 sagt:

    Bonjour FINBARSGIFT

    C’est bientôt le premier mai
    Et j’ai cherché , cherché
    Les brins de muguet

    Dans les bois d’ALSACE

    Sur les talus ,sous les branchages et je l’ai trouvé

    Je viens t’offrir en avance ce petit bouquet de muguet

    Je l’ai sentie il a une belle odeur parfumé

    Regarde ces belles petites clochettes blanches

    Chaque clochette sonne mon amitié

    Pour toi ce petit porte bonheur

    Passe une belle semaine et un bon 1 mai avec du bonheur

    BISE Bernard

  14. Ulrike Sokul sagt:

    Das hast Du aber putzig erzählt, wie Du schon als Jüngling das Rauchen zelebriert hast.
    Ich kann beim Rauchen nicht mitreden, ich hatte nur Räucherstäbchen 😉 , und die habe ich mir auch schnell wieder abgewöhnt.

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt aber putzig, das mit den Räucherstäbchen, liebe Ulrike, wie kamst du denn auf diese Idee?

      Und keine einzige Zigarette hat es während deines bisherigen Lebens geschafft, dich zum Rauchen zu verführen?
      Das mag ich gar nicht glauben…

      Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

      • Ulrike Sokul sagt:

        Das Räucherstäbchenabglühen hat ja was von Passivrauchen 😉 .
        Ich habe ganze dreimal an einer brennenden Zigarette gezogen, man hat ja Raucher im Freundeskreis, die einen mal naschen lassen:
        1. Ich schaffte keinen Lungenzug!
        2. Es kratzte gräßlich im Hals!
        3. Es schmeckte nicht lecker und hatte eher eine betäubende Wirkung auf meine Mundschleimhaut!
        Damit war das Thema erledigt.
        Herzliche Gutenachtgrüße von der ewigen Nichtraucherin

        • finbarsgift sagt:

          Das klingt echt schön *lächel*

          nur dreimaliges Ziehen an einer brennenden Zigarette bis heute…
          wundervoll 🙂

          Herzliche Frühlingsgrüße zur Nacht vom Lu

  15. Meine Art sagt:

    ….ach, ist es lang her seit meiner ersten Zigarette. 15 war ich und bekam sie von meiner ersten Liebe, ich habe aber erst mal eine geraucht. Rund 15 Jahre habe ich geraucht, dann von jetzt auf gleich aufgehört. Jahre später habe ich noch eine Zigarette geraucht oder waren es zwei, aber ich fand den Geschmack so ekelig, fast 3 Tage hatte ich ihn im Mund.
    Mit 13 ist es mehr noch eine Grenzüberschreitung als mit 15, obwohl ich ja auch nicht rauchen durfte geschweige denn einen Freund haben. 😉

    LG
    Astrid

    • finbarsgift sagt:

      Es ist oft so, dass Partner einen immer wieder zum Rauchen verführen…

      Ist die Beziehung dann vorüber, dann fallen auch oft von heute auf morgen die Zigaretten weg…

      Das kenne ich aus eigener Erfahrung.

      Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

  16. ich glaube, meine erste Zigarette war mir nicht wichtig.
    Ich weiß nicht mehr wo und nicht mehr wie.
    (Räucherstäbchen hatte ich auch keine, aber immer eine Tropfkerze auf einer Grand Marnierflasche 🙂 )

    Ich habe dann gelegentlich mal geraucht, eher halbherzig und ohne besonders Geschmack daran zu finden. Dann im Büro in der Frühstückspause und zum Mittag.

    In einem Griechenlandurlaub habe ich es gelassen, einfach vergessen *lach* und nie mehr damit begonnen. Vermißt habe ich es nie.

  17. chris sagt:

    Das wird doch nicht der Erlensee bei Hanau sein?
    Erlensee Rückingen – hast Du da mal gewohnt? 🙂

    • finbarsgift sagt:

      Doch doch, Erlensee, früher Rückingen, bei Hanau, genau da habe ich nicht nur meine allererste Zigarette geraucht! Da bin ich zum Beispiel auch viiiiel geradelt, über Langenselbold bis nach Gelnhausen (übrigens auch sehr hübsch), Bad Orb, Büdingen (wirklich sehr schön), und auch viel am Main entlang Richtung Wertheim… 🙂

      • chris sagt:

        Oder in der Bulau! Gelnhausen kenne ich gut und in Wächtersbach wohnen Freunde von mir, da bin ich auch manchmal. Ja, das Kinzigtal eignet sich gut zum radeln! 🙂

  18. Anna-Lena sagt:

    Lieber Lu,

    deine Schilderung hat mich köstlich amüsiert, denn ich konnte jedes Gefühl und jeden Geschmack so wunderbar nachriechen und – schmecken.
    Ich habe mit 21 erst angefangen, Verführungen von Gleichaltrigen, denn damals war man nicht „in“, wenn man nicht rauchte.
    Allerdings habe ich mich vorsichtig herangetastet und bin – wie du weißt, bis vor gut einem Monat – daran hängen geblieben :mrgreen: .

    Einen lieben Gruß in den grauen Morgen,
    Anna-Lena

  19. gkazakou sagt:

    Sehr gern gelesen! Jetzt scheint mir, kenne ich den Lu ein ganzes Stück besser. So schön wie Bruni kann ich es wirklich nicht sagen: „So hast Du begonnen und Dich – so wie es nun mal Deine Art ist – konsequent durch sämtliche Etappen eines qualvollen Beginnens hindurchgearbeitet bis zum bitteren Ende …“ . Nein, ich werde jetzt nicht von meiner Raucherkarriere erzählen, denn dann erfährst du mehr über mich als mir lieb sein kann ;). Nur das vorzeigbare Ende: ich rauche nicht mehr.

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt schön und interessant, liebe Gerda, denn nun hast du mich natürlich erst recht neugierig auf „deine Raucherkarriere“ gemacht *lächel*

      Schön natürlich, dein „vorzeigbares Ende“ davon 🙂
      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  20. Karin sagt:

    Hach köstlich oder auch nicht, jedenfalls das Lesen Deiner Raucherkarriere ☺ich habe mit 17 EINMAL an einer Zigarette gezogen und fand den Geschmack so scheußlich, dass ich nie wieder eine angefasst habe, weiss gar nicht , wie man sie hält. Allerdings habe ich den nichtrauchenden Husband dann mit 32 Jahren zum Pfeiferauchen verführt, weil ICH den Duft so mochte und mir zuliebe hat er dann jeden Abend bis zu seinem 50.ein Pfeifchen gepafft. Ich liebte schöne Pfeifen und habe Unsummen dafür ausgegeben😊
    Jetzt raucht mir nur ab und zu der Kopf!

    Lieber Gruß vom eisig kalten Dach Karin

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt schön und interessant, liebe Karin, deine Raucherkarriere war ja sozusagen so kurz wie irgend möglich! *lach*

      Ich finde den Pfeifengeruch auch viel interessanter und kann dich gut verstehen!
      Aber warum hörte er genau an seinem fünfzigsten wieder damit auf?

      Wegen deiner exorbitanten Geldausgaben für edle Pfeifen und der damit verbundenen Dauerebbe in eurer Haushaltskasse? *g*

      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

      • Karin sagt:

        Nein, lieber Lu, es war nach seinem schwerer Fahrradunfall, dass ihm einfach das Rauchen nicht mehr schmeckte, er hat ja zum Glück nie auf Lunge geraucht. Da war ich natürlich vernünftig,kann ich ja ab und an auch mal sein 😊das Pfeifengeld habe ich dann für anders Sammelwertes ausgegebenen, für Ebbe war immer gesorgt 😊

        • finbarsgift sagt:

          Stimmt, ja,
          Ich erinnere mich wieder…

          Das denke ich mir schon, liebe Karin *schmunzel*
          Wer so vielfältig Kultur-interessiert ist wie du, da ergeben sich genug Möglichkeiten 🙂

          Genieße weiterhin die feine Frühlingsfrische auf deiner Dachterrasse, herzliche Grüße vom Lu

  21. Michi sagt:

    Herrlich geschmunzelt und mich an meine ersten Rauchversuche von damals, ich war 13 erinnert. Ich habe angefangen weil ich mich verliebt habe, und dachte ich könnte mal nach Feuer fragen und ins Gespräch kommen…:D Jetzt rauche ich schon 31 Jahre und sollte es echt mit meiner Chronischen Bronchitis sein lassen….. aber mein Kopf will noch nicht aufhören.

  22. minibares sagt:

    Ich habe in der Lehre mal einen Zug genommen von einer Kollegin.
    Das brannte so auf der Zunge, dass es für mich nicht infrage kam.

  23. diesumehr14 sagt:

    Ha, gut beschrieben. Kurzgeschichte?
    Oder könnte es eine werden?

    Schönen Abend nele

    • finbarsgift sagt:

      Einfach ein weiterer von schon so vielen mich persönlich betreffenden Erinnerungseinträgen…

      In so Kategorien wie Kurzgeschichte usw. denke ich da nicht…

      Dir auch einen schönen Abend,
      liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  24. refoexac sagt:

    Ich liebe es immer noch, für mich ist es wie essen. Lungennahrung, ich hoffe das ich auch so gute Gene wie der Helmut hab 😉

    • finbarsgift sagt:

      Das ist ein Denkfehler:
      Nur Sauerstoff ist der Lunge Nahrung,
      Zigaretten sind Gift,
      Lungengift und Gift für dein vegetatives Nervensystem,
      das tagtäglich unter deinem Zigarettenkonsum leidet…

      • refoexac sagt:

        Es war nie meine Absicht zu missionieren oder mich aufzuzwingen, dies stellt nur mein persönliches Gefühl dar, das hat mit denken wenig zu tun.

        • finbarsgift sagt:

          Das klingt irgendwie verklärt…

          • refoexac sagt:

            ? Ich finde, das mir das schon unterstellt wird, aus meiner Sicht, arrogant und respektlos. Aber ich respektiere das. Die Menschen sind unterschiedlich, nicht jeder muss dasselbe gut finden.

            • finbarsgift sagt:

              Ich unterstelle dir gar nichts! Ich habe nur ein paar Sätze zum Thema Gesundheit des Körpers lanciert 🙂
              Jeder Mensch kann machen, was er/sie will, im Rahmen unserer gesellschaftlichen Möglichkeiten; und das Rauchen ist ja nicht verboten…
              Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

              • refoexac sagt:

                Ganz klar hätte ich bei diesem Beitrag, keinen solchen Kommentar(bezogen auf meinen ersten Kommentar hier) schreiben sollen. Das war keine Absicht, ich hatte es eher witzig gemeint und nicht mit dieser Reaktion gerechnet. Aber was danach gekommen ist, kam mir ziemlich schräg rein.

                Du schreibst: „Das ist ein Denkfehler:“. Also dass ich quasi „falsch denke“. Jeder Mensch denkt „anders“, aber „falsch“ denken ?
                Das denken alleine schon bestimmt über viele Körperfunktionen (Psychosomatik), also funktioniert jeder Mensch anders, auch wenn der „gesundheitliche Mainstream“ das Gegenteil behauptet. Was für den einen Gift ist, ist für der anderen nützlich. In der Natur gibt es unzählige Beispiele dafür, warum also kommt man auf die Idee, das bei jedem Individuum der Rasse Mensch absolut homogene physikalische Eigenschaften bestehen würden ? Jeder Arzt der Leichen obduziert wird bestätigen können, das sowohl heute als auch in der Vergangenheit ständig „Abnormalitäten“ im Körper gefunden werden. In keinem Körper liegen die Organe exakt am gleichen Ort, weder die Grösse derer, noch deren Beschaffenheit ist gleich, sogar die Anzahl ist individuell. Von dem unterschiedlichen Wirken der Gene, Hormone, Flüssigkeiten, Blutgruppe, etc. etc. will ich erst gar nicht anfangen.
                Ich könnte (wenn ich Lust dazu hätte) hier Seitenweise wissenschaftlich bestätigter Beispiele bringen, von Menschen, die dem „gesundheitlichen Mainstream“ zu Folge gar nie lebensfähig gewesen wären und das absolute Gegenteil war der Fall…

                Tut mir leid, das ich solange nicht darauf reagiert habe, ich war blockiert. Mit „Denkfehlern“ komme ich nicht so klar 😉

                Liebe Versöhnungs-Grüsse vom Joe

  25. Miss Hava sagt:

    Ja, das ist eine überaus köstlich erzählte kleine Geschichte! Ich musste mehrmals lachen; wie ernsthaft der junge Lu diesen Akt der Rebellion ausgeführt hat… Auch bei mir waren es die Gauloises, die blauen, denn ich wollte ja das französische Savoire Vivre und nicht den Marlboro Cowboy. Aber so ist das eben mit den Jugendtorheiten. Lange schon empfinde ich das Nicht-Rauchen als eigentliche Freiheit.

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