Scarbo (Ravel, Vinnitskaya)

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28 Kommentare zu “Scarbo (Ravel, Vinnitskaya)

  1. Flowermaid sagt:

    … Abgeklärtheit, Leidenschaft und Romantik treffen auf einander… ziehe ich jeder Diskussion vor… ;-D

  2. Bemerkenswert, wie deutlich und nuanciert sie dieses nicht ganz leichte Stück artikuliert. Mir gefällt dieser Balancegang zwischen sehr kontrollierter Spielweise und hemmungslos-dämonischem Austoben. Das Koboldhafte scheint ihr zu liegen. Auch ihr Mussorgsky-Gnomus ist sehr überzeugend.

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt schön und passend…
      danke für deine Worte,
      liebe Morgengrüße
      vom Lu

      • Merci. Ich finde es schön, dass der Scarbo hier eine so engagierte Anwältin gefunden hat. Bei den meisten Pianisten gebe ich eher der Ondine den Vorzug. 🙂

        • finbarsgift sagt:

          In meiner CD-Sammlung habe ich vom gesamten Zyklus „Gaspard de la Nuit“ (nur) drei Fassungen von Männern *gg*
          Gavrilov, Berezovsky und Pogorelich…
          also musste es hier im fin einfach eine Frau sein, die Scarbo spielt
          und diese Pianistin macht ihre Sache wiiirklich sehr gut,
          da hast du vollkommen recht!

          • Die Pogorelich-Aufnahme finde ich besonders gelungen. Für mich eine der schönsten und überzeugendsten Darstellungen aller drei Teile. Seit Jahren wünsche ich mir eine Aufnahme mit Hélène Grimaud. Aber vielleicht kommt das noch. Meine ‚CD-Gaspards‘ sind, mit Ausnahme von Martha Argerich, auch männlich dominiert. Aber von Anna Vinnitskaya gibt’s ja auch eine CD-Version, die sehr gut in mein Beuteschema passen würde. 🙂

            • finbarsgift sagt:

              Das geht mir auch so *lächel*
              Dann werde ich mir mal die Aufnahme von ihr zulegen…

              Eine von der Grimaud wäre natürlich auch sehr hörenswert, warten wir einfach ab!

              Vielleicht hat sie es irgendwann ja mal satt, fast immer nur Brahms immer noch neuer zu interpretieren *lach*

              • ‚Grimaud de la Nuit‘ ist halt so eine fixe Idee von mir. Aber Anna Vinnitskaya ist definitiv mehr als eine Notlösung. Die verfügbaren CD-Hörproben klingen noch subtiler als die YT-Videos (wobei das teilweise an der Klangqualität liegen mag).

                • finbarsgift sagt:

                  Grimaud de la Nuit…was für ein zauberhaftes Wortspiel 🙂

                  Ich sah und hörte vor vielen Jahren Helene Grimaud das erste Mal in München, da war sie 18, spielte ihr Lieblingsklavierkonzert, das erste in d-moll von Brahms, und war noch vollkommen unbekannt,

                  heute kennt sie die ganze Welt!

  3. Michi sagt:

    Young Genius!! Sehr beeindruckend 🙂

  4. kinder unlimited sagt:

    ich habe es mir gerade ohne Ton angesehen…..das war eine interessante Erfahrung, ihr ganzer Körper inkl. Mimik spielen das Stück!

  5. bruni8wortbehagen sagt:

    irre! Beeindruckend dieses Spiel, fast gespenstisch ist es, dämonisch…

    Wie intensiv sie spielt, wie sich ihre Hände bewegen, wie sie über die Tasten fliegen, wie sie sich kreuzen und wieder auseinander finden, wie sie den Tönen entgegeneilen oder kommen die Töne ihr, der jungen attraktiven Pianistin entgegen? Das Instument und sie sind eins und die Musik Ravels passt wunderbar zu ihr

    Wie gut hast Du ausgesucht, lieber Finbar

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt wundervoll passend, was du da geschrieben hast, liebe Bruni,
      Dankeschön dafür!

      • bruni8wortbehagen sagt:

        Dann empfindest Du es auch so, lieber Finbar?

        • finbarsgift sagt:

          Ravel schuf damals zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit Scarbo das schwierigste Klavierstück aller Zeiten – bis dato – das war auch sein erklärtes Ziel…

          Scarbo ist das dritte und letzte Stück von Ravels sehr bekannter Klaviertrilogie „Gaspard de la Nuit“, die er nach drei Poemen seines französischen Landsmannes komponierte, hier mal der Text zu Scarbo:

          http://www.seiten-der-dichtung.de/bertrand/scarbozwei.htm

          Liebe musikalische Frühlingsgrüße
          von mir zu dir

          • bruni8wortbehagen sagt:

            Das muss ich mir gleich nochmal ganz genau durchlesen.
            Klingt jetzt schon so wundervoll in meinen ohren.
            Ich hatte mir schon ein bissel was durchgelesen, aber hier finde ich um so viel besseres.
            Vielen Dank dafür, lieber finbar.

            • bruni8wortbehagen sagt:

              ich hatte ja schon diesen Gnom gefunden und kurz zu ihm gelesen, aber der Text, den ich jetzt hier finde, läßt Ravels Musik noch einmal in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

              So kann es also sein, wenn ein Magier der Töne sich in einen Text hineinschleicht, bis er sein tiefes inneres Wesen erreicht hat und ihm dann das entlockt, was er wohl keinem anderen offenbart hätte, weil jeder Komponist sich anders in seiner musikalischen Gabe bewegt.

              Eine wundervolle Vorlage, die ich bestimmt noch einige Male lesen werde

              • finbarsgift sagt:

                Fein klingt das, liebe Bruni, mit dem Magier der Töne…
                und auch Klänge, das war er wirklich, dieser Ravel,

                man denke etwa daran, was er aus Mussorgskis Hauptklavierwerk „Bilder einer Ausstellung“ machte: ein grandioses Orchestermusikfeuerwerk!!

                Dir ein feines WE,
                herzlich, Finbar

                • Bei den Bildern einer Ausstellung war ich dann hängengeblieben, weil sich alles so wundervoll anhörte. Er scheint kein einfacher Mensch gewesen zu sein, aber wäre er es gewesen, hätte er diese Musik niemals hinbekommen, wenn ich es mal so profan ausdrücken darf, lieber Finbar.

                  Es ist immer toll, etwas zu einem Komponisten zu erfahren und nicht nur für wenige Minuten seine Musik vorbeirauschen zu hören.
                  Irgendwie steigt der Wert eines Werkes mit der Person des Erschaffenden.

                  • finbarsgift sagt:

                    Da steckt wohl viel Wahrheit drin, in dem letzten Satz deines Kommentars…

                    Die Bilder einer Ausstellung sind ein Klassiker!!
                    Kann man immer wieder hören, so wie Rimskis Scheherazade 🙂

                    • ja, ich weiß *bissel rot werd, weil ich die Scheherazade so liebe* und die Bilder einer Ausstellung etwas weniger… Weiß auch nicht, an was es liegt ⭐
                      Klassiker sind immer gut, sonst wären sie keine Klassiker geworden 🙂

                    • finbarsgift sagt:

                      Nun ja, beide Werke erzählen ja musikalische Geschichten…
                      Und die erzählen sie beide auf großartige Weise 🙂

            • finbarsgift sagt:

              Gerne, liebe Bruni 🙂

  6. Ulrike Sokul sagt:

    Ganz schön GANZHEITLICH! Ich bin sehr beeindruckt.
    Danke, lieber Lu, für die Präsentation Deiner musikalischen – und in diesem Falle auch ausgesprochen naturgeisterhaften – Fundstücke.
    Gutenachtgruß von der Bücherfee 🙂

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