Übers Denken (Zitat, Locke)

Was unser Denken begreifen kann,
ist kaum ein Punkt,
fast gar nichts im Verhältnis zu dem,
was es nicht begreifen kann.

John Locke (1632-1704),
englischer Philosoph

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30 Kommentare zu “Übers Denken (Zitat, Locke)

  1. bruni8wortbehagen sagt:

    *lach* wer würde da nicht sofort mit einstimmen, lieber Finbar

    Es ist so richtig, was ich hier lese

    • finbarsgift sagt:

      …erstaunlicherweise immer noch, obwohl wir doch inzwischen um soooooo viel klüger und wissender geworden sind!

      • bruni8wortbehagen sagt:

        :-), das meinen wir nur 🙂

        • finbarsgift sagt:

          Nein nein, das ist tatsächlich so und lässt sich auch messen und vergleichen mit anderen Zeitaltern…

          • bruni8wortbehagen sagt:

            Du meinst das Wissen, das die Forschung brachte, die Ergebnisse, auf denen der Fortschritt aufbaut?

            Was ist mit dem alten Wissen, das in Vergessenheit geriet?

            • finbarsgift sagt:

              Ja, auch…

              Das ist relativ wenig, liebe Bruni,
              und bedenke, dass wir heutzutage viel mehr über alte Zeiten wissen, als die Menschen zu jenen Zeiten über ihre Zeiten wussten…

              • bruni8wortbehagen sagt:

                stimmt! Das ist richtig.
                Aber das heißt nicht, daß wir klüger sind als unsere Ahnen, voller Wissen vermutlich tatsächlich, aber wirklich klüger? Ich denke an die vielen klugen Köpfe in der Vergangenheit

                • finbarsgift sagt:

                  Oh, als große Masse Mensch sind wir inzwischen viiiiiel klüger als unsere Ahnen…

                  Denke mal als Beispiel an die klassische Musik, damals nur eine Sache von Königen und adligen Familien, heutzutage fast für alle erreichbar…

                  • bruni8wortbehagen sagt:

                    ok, für uns ist das Wissen heute viel leichter zugänglich, als für die Menschen alter Zeiten.

                    Ich bin überzeugt, lieber Finbar *lächel*

                    • finbarsgift sagt:

                      Überlege mal, liebe Bruni, we wenig Menschen zum Beispiel im Mittelalter nur schreiben konnten und wie wenige überhaupt Zugang zu Bücher hatten (außer den Mönchen, von denen ja einer Marc Aurels Selbstbetrachtungen für die Nachwelt und insbesondere für mich rettete!!)

                    • bruni8wortbehagen sagt:

                      jaaaaaaaaaaaaa, ich weiß, aber ich wollte nicht wahrhaben, daß der Neuzeitmensch mit allen seinen komischen Ideen und Wünschen, seinem z.T. hochgestochenen Ich wirklich klüger sein sollte als der Mensch in der vergangenen Zeit

                    • finbarsgift sagt:

                      …na ja, ich kann das gut wahrhaben…*hehe*

  2. teekay1st sagt:

    Eine wirklich wahre Weisheit, aber manchmal denke ich, ich muss auch gar nicht alles kapieren 😉

  3. lesenbiene sagt:

    Leider wollen manche Leute auch nichts begreifen…

  4. Über das Unbegreifliche trösten wir uns allerdings häufig ganz gut hinweg, indem wir einfach so tun, als ob… und so… 😉

  5. dieMondin sagt:

    Hin und wieder ist es ganz gut mit „nicht verstehen“ zu glänzen. Wer zu viel weiß, von dem wird zu viel gewollt. Das will ich nicht mehr 😉

  6. kinder unlimited sagt:

    Deshalb kommt Stephen Hawking auch nicht zur Ruhe;-) Ich finde das schade, dass wir alle so ungebildet sind 😉

  7. gkazakou sagt:

    Und wie reagiert Herr Locke (1632-1704) auf diese schöne Selbsteinsicht? Als einer der entschiedensten Aufklärer seiner Zeit macht er entschlossene Schritte auf dem Weg, der bis zu dem heute vorherrschenden Weltverständnis geführt hat: empiristisch-liberal.
    Empiristisch, das heißt: Eingeborene Ideen sind Unsinn. Was du nicht mit den Sinnen erfahren kannst, darüber brauchst du auch nicht zu forschen. Das Neugeborene ist tabula rasa und lernt ausschließlich durch seine Sinneserfahrung. Nichts kannst du wissen, was du nicht experimentell überprüft hast – und auch dann weißt du nicht wirklich, denn es kann jederzeit durch neue Experimente falsifiziert werden. So ist auch Lockes Satz zu verstehen, dass wir (fast) nichts wissen. Er ist das genaue Gegenteil von Platons „NIcht-Wissen“, der dieses als Folge der Abgeschnittenheit des Menschen von der Sphäre der Ideen ansah (Höhlengleichnis).

    Hand in Hand mit dem Empirismus geht das Konzept des Liberalismus, das Locke vertrat: es gibt keine voneiner „höheren Instanz“ (König, Gott, Ethik) herrührende Legitimität, sondern der Corpus der parlamentarisch verabschiedeten Gesetze sind das Recht. Das allerdings misst er an einem „Naturrecht“ (Bill of rights).
    Wir wissen alle, dass diese Bestimmung des Rechts es durchaus erlaubte, Länder zu unterjochen und ihre Menschen umzubringen und zu versklaven: Man brauchte ihnen nur abzusprechen, dass sie Menschen waren.

    Das Bekenntnis zum „Nicht-Wissen“ ist mithin eine zweischneidige Angelegenheit. Es ist auch eine Verabschiedung des Ge-Wissens.

  8. So ist es. Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean… schönes Wochenende Dir! 🙂

  9. Corona sagt:

    Also ich bin manchmal schwer vom Begriff 😂

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