Die Tage werden immer kälter

Die Tage werden immer kälter,
Schmecken gar nicht mehr nach Leben,
Ihre Gesichter werden immer älter,
sind fast schon am Verwesen.

Die Weine haben ihr Bukett verloren,
Modern nur noch faul vor sich hin,
Vögeln gleich vom Himmel geflogen,
Monate schon ohne Zuhause sind.

Die Liebe ist zum Fremdwort erstarrt,
Darbt regungslos dahin seit Jahren,
Der Teufel hat sie zum Hades gekarrt,
Sonnenstrahlen nun lustlos prahlen.

Das Leben verlässt Raumschiff Erde,
einen Planeten fast ohne Atmosphäre,
Verschwindend klein in der Hemisphäre,
Am Ende bleiben nur Ozean und Berge.

© finbarsgift

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Poesie.

63 Kommentare zu “Die Tage werden immer kälter

  1. endzeitstimmung… gruselig gut, lieber lu… da fröstelts einen direkt! 😉
    doppelt helle grüße an dich,
    diana

  2. Art of Arkis sagt:

    in aller Üppigkeit haust bereits der Wurm 😉

  3. dieMondin sagt:

    Oh ja lieber Lu, leider ist dem so. Umso wichtiger ist es an die Liebe zu glauben und sich dadurch die Wärme im Herzen zu erhalten.
    …. und ab nächster Woche werden die Tage wieder länger, somit vergeht die Zeit bis Frühling hoffentlich schneller.
    Ein schönes Adventswochenende wünscht dir Ulrike

    • finbarsgift sagt:

      Ja, das ist schon alles schön und gut, liebe Ulrike,

      aber wann kommt denn endlich die große mächtige Weltenzauberin und packt die Menschen an ihren Krägen und stoppt ihr erbärmliches und unmenschliches Tun und liest ihnen allesamt die Leviten, darum geht es doch!
      Und nicht um den Wechsel der Jahreszeiten…

      Liebe Dezembergrüße vom Lu

      • dieMondin sagt:

        Da hast du wohl Recht lieber Lu,
        aber da müssen wir wohl Geduld haben bis die Menschheit selbst erwacht. Die Kälte tut niemanden gut.
        Liebe Dezembergrüße an dich
        Ulrike

  4. Meermond sagt:

    Dunkle Tage, dunkle Worte. Möge bald die Sonne wieder scheinen, lieber Lu!

    • finbarsgift sagt:

      Ach weißt du, hier bei mir scheint die Sonne gerade ganz prächtig vom blauen Himmel…

      Das ist doch kein Mich-betreffend-Poem,
      sondern ein Uns-betreffend-Poem!

      Die Menschheit liebt sich nicht mehr,
      vereinzelte Exemplare der Menschen lieben sich schon noch…

      Doch wann kommt denn endlich die große Weltenzauberin und rüttelt die Menschheit kräftig durch, für das, was sie täglich schäbiges und unmenschliches tut und liest ihnen wirkungsvoll die Leviten!!

      Liebe Dezembergrüße vom Lu

  5. Ulli sagt:

    Das klingt traurig, lieber Lu, besonders, dass die Liebe zum Fremdwort erstarrt ist und darbt …
    möge dir bald wieder sie Sonne scheinen und Liebe kein Fremdwort mehr sein.
    ich grüsse dich herzlich
    Ulli

    • finbarsgift sagt:

      Ach liebe Ulli hier bei mir scheint die Sonne gerade ganz prächtig vom blauen Himmel…

      Das ist doch kein Mich-betreffend-Poem,
      sondern ein Uns-betreffend-Poem!

      Die Menschheit liebt sich nicht mehr,
      vereinzelte Exemplare der Menschen lieben sich schon noch…

      Herzliche Dezembergrüße vom Lu

      • Ulli sagt:

        Ich hatte sehr gehofft, dass du das schreibst, lieber Lu. Plumps, Stein von Herz gefallen und zu deinem JA gesagt
        zustimmende Grüsse am sternenklaren Abend
        Ulli

  6. Das sind die erschreckenden Aussichten auf die kommende Zeit,
    wenn wir nicht bereit sind etwas zu verändern!

  7. Sternchen sagt:

    ich weiss gar nicht, ob dem so ist……die Hoffnung stirbt zuletzt 😉

  8. schlingsite sagt:

    Vielleicht ist es nur der kalte Hauch der ratlosen Mächtigen, wenn sie fühlen, dass sie das Weite suchen müssen.

  9. magguieme sagt:

    Womöglich ist sie schon am Werk und wir werden es alle spüren…

  10. bruni8wortbehagen sagt:

    stimmt, Kriege, Kriege, Kriege, überall auf der Welt
    dabei lieben doch alle so sehr den Frieden. Nur leider scheint mit ihm zu wenig ‚Geld in die Kassen der Industrie zu fließen.

    Du zauberst ein dusteres Bild, lieber Finbar, und leider hast Du nicht Unrecht damit. Werden die Tage trüber, dunkler (auch wenn helle dazwischen gestreut werden, so wie bei Dir heute), wie in der Winterzeit, ist die Trübnis nicht weit.
    Die Trübseligkeit, das Gruslige, das in der Welt geschieht und die Schreckensmeldungen häufen sich. Oh ja, so ist es tatsächlich und wir sind mitten drin in dieser Welt…

    *Die Menschheit liebt sich nicht mehr*, sind Deine Worte und auch da gebe ich Dir recht, aber nur bedingt, denn von den wenigen, die es zu sein scheinen, gibt es viel mehr, als wir uns vorstellen können.
    Es gibt auch das Intakte, nicht nur das Vertrackte und lieblos Abgehackte…, xdas Zerstörte…

    Lass Dich von der allgemeinen Dusterstimmung nicht zu sehr anstecken und Du weißt selbst, daß es auch die Liebe gibt, immer wieder und an allen mögliche und unmöglichen Orten.

    Wenn wir gefallen sind, kommt doch einer vorbei, der uns aufhilft und sich sorgt.

    Denk an unsere Liebe den Kindern gegenüber

    Liebe Grüße von Bruni, deren Internet nun endlich wieder funktioniert.
    Hat mich unendlich Geduld gekostet, bis ich bei der Telecom jemand am Apparat hatte, der sich kümmerte und es i. O. brachte

  11. chris sagt:

    Du hast zwar Recht, aber dies ist selbst mir zu pessimistisch,
    sonst könnten wir uns ja gleich einen Strick nehmen… 😉
    Trotz allem ist das Leben immer noch wert, gelebt zu werden!

  12. karfunkelfee sagt:

    Du und ein Reimgedicht…
    Chapeau, lieber Freund.
    Darüber freu ich mich und Deine Worte klingen wie tiefe Musik, wenn auch schwer…sicherlich…
    doch es ist ihr Maß, es bedruckte mich ein, denn genau so wie deins …sollen gute gereimte Gedichte sein. Fein…✨

    • finbarsgift sagt:

      Ja *lächel* ich und ein Reimgedicht *hehe* aber duuuuuuu, das habe ich schon zigmal zuvor gemacht *trotz des Themas lacht*
      Danke für deinen Hut — ihn von DIR zugeworfen zu bekommen, liebe Poesie-Fee, das tut mir nun besonders gut!!
      Hab einen feinen Abend,
      herzlich, Lu

  13. Karin sagt:

    Ich mag nicht in diesen Pessimismus einstimmen, uns geht es immer noch verdammt gut….leider auch dank dieser Kriege….., aber es gibt so viel Zauberhaftes, Schönes und immer noch Wunderbares auf dieser Erde, das Wissen darum müssen wir weitertragen, es liegt auch an uns, was wir unseren Kindern und Enkel mit auf den Weg geben, vor allem den Mut, gegen den Strom zu schwimmen.
    Ich wünsche Dir einen friedvollen Abend und ein ebensolches Wochenende.

  14. ellilyrik sagt:

    Es ist erschreckend und beängstigend, was in der Welt los ist.
    Mich schockiert das genau so, lieber Lu!
    Waaaaaas, bitte was können wir tun?
    Glaube, Liebe, Hoffnung…das sind eigentlich meine Lebensworte!
    Ich hoffe und glaube auch an die Liebe und wenn wir dies in uns tragen,
    dann strahlen wir das aus und können sicherlich viel bewirken, wenn
    auch nur im Kleinen…
    Nachdenkliche und liebe Grüße, herzlichst Elke

    Das geringste Licht,
    das du erfährst
    in kleinen Zeichen
    der Wärme und Liebe,
    die dir jemand schenkt,
    reicht schon aus,
    dir den Weg zu zeigen.
    Vielleicht besteht die
    Gnade Gottes gar nicht
    aus einer großen Erleuchtung,
    sondern aus kleinen Lichtblicken,
    jeden Tag.

    (Autor unbekannt)

  15. Flowermaid sagt:

    … selbst die Düsternis hat ihren poetischen Moment… Danke für das hervorbringen Lu

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