Träumereien (Heine)

 

 

Mir träumte von einem schönen Kind,
Sie trug das Haar in Flechten;
Wir saßen unter der grünen Lind,
In blauen Sommernächten.

Wir hatten uns lieb und küßten uns gern,
Und kosten von Freuden und Leiden.
Es seufzten am Himmel die gelben Stern,
Sie schienen uns zu beneiden.

Ich bin erwacht und schau mich um,
Ich steh allein im Dunkeln.
Am Himmel droben, gleichgültig und stumm,
Seh ich die Sterne funkeln.

 

 

 

© Heinrich Heine

Advertisements

49 Kommentare zu “Träumereien (Heine)

  1. Im DUNKELN lässt sich gut MUNKELN,
    auch wenn die STERNE f u n k e l n ! 🙂 !

  2. rotherbaron sagt:

    Heine- Hab ich immer gemocht. Danke!

  3. bernard25 sagt:

    Bonjour

    Cette nuit je me suis reposé dans mon lit

    Aucun bruit n’est venu me déranger

    j’ai fais un rêve

    Et une personne m’a dis de venir te saluer

    Alors un énorme BONJOUR Pour la semaine

    Profite bien de celle-ci

    Passe un agréable journée

    Bisous amicaux Bernard

  4. Anna-Lena sagt:

    Wenigstens war es ein schöner Traum, wenn er sich auch nicht realisieren ließ.
    Liebe Sonntagsgrüße
    Anna-Lena

  5. ingeborgthoring sagt:

    Träume kommen, wenn das Funkeln der Sterne eindringt

  6. bruni8wortbehagen sagt:

    manche Träume möchte man am liebsten festhalten, lieber Finbar, und in den Tag mit hinein nehmen *seufz*
    und doch verfliegen sie mit jedem neuen Morgen…

    Spätromantisch soll er sein, aber ich finde ihn wundervoll romantisch, unseren Heinrich Heine

    Allnächtlich im Traume seh ich dich,
    Und sehe dich freundlich grüßen,
    Und lautaufweinend stürz ich mich
    Zu deinen süßen Füßen.

    Du siehst mich an wehmütiglich,
    Und schüttelst das blonde Köpfchen;
    Aus deinen Augen schleichen sich
    Die Perlentränentröpfchen.

    Du sagst mir heimlich ein leises Wort,
    Und gibst mir den Strauß von Zypressen,
    Ich wache auf, und der Strauß ist fort,
    Und das Wort hab ich vergessen.

    Ans Ende seiner Gedichte hat er oft einen feinen Humor gepackt, oder ist es hier die Wehmut, die ich höre?

  7. Arabella sagt:

    Zauberhaft.
    Liebe Sonntagsgrüße

  8. teekay1st sagt:

    Heine hatte es drauf, ich liebe seine Gedichte…
    Danke für’s Erinnern, feine Zeilen…

  9. Sternchen sagt:

    Heine und die Liebe….almost a never-ending story:-)

  10. chris sagt:

    Das hab ich doch gerade woanders gelesen… 😉

  11. Heine, dieser Romantiker und Träumer 🙂 , nee für mich wär der nichts

  12. Manchmal sollte man nicht erwachen..
    Einen schönen Abend. Priska

  13. Flowermaid sagt:

    …immerhin, er sieht neue Sterne funkeln… 😉

  14. gkazakou sagt:

    merk- und bewundernswürdig finde ich, wie Heine mit leichter Hand und anscheinend anstrengungslos Gedichte gelingen, die bei den meisten anderen kitschig wirken würden, bei ihm aber sowohl ins Große als auch ins Tiefe wachsen. Ich liebe diese Poesie.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s