hanging around 

just hanging around
for nowhere bound
only thinking of you
my lady in blue

deep down the horizon
our love meets the ocean
will you join me feel me
will you be here with me?

just hanging around
for nowhere bound
only dreaming of you
fine lady in blue

© finbarsgift

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Ludi at Random et Conma

Von RANDOM und CONMA wurde ich vor einiger Zeit für den „Versatile Blogger Award“ (Vielseitigkeits-Blogger-Auszeichnung) nominiert, was mich sehr gefreut hat.
Vor allem, weil einerseits von einem meiner besten Schreib- und Musikfreunde im Internetz, dessen Blog ich jedem/jeder nur wärmstens ans Herz legen kann – mit einem Highlight in Sachen Sprache und Musik nach dem anderen -, sowie andererseits von dem schon seit Januar 2010 bestehenden sehr interessanten, vielseitigen Blog von Conma, in jüngster Zeit mit einer Reihe von interessanten Posts zum Thema Erotik und musikalischen Einträgen zu verschiedenen Interpretationen des Liedes „Ave Maria“ .
Herzlichen Dank an euch beide – auch an dieser Stelle nochmal – für die Auszeichnung!

Mit der Annahme dieser „Vielseitigkeits-Blogger-Auszeichnung“ ist die „Pflicht“ verbunden, meinerseits – nach Random und Conma zuvor – sieben Dinge über mich bzw. aus meinem Leben zu berichten, dem Leben also, das sich sozusagen „hinter dem Dasein meines virtuellen Alter Egos finbarsgift“ abspielt, und zwar von solchen Dingen, über die ich hier beim Finbar bisher noch nicht viel oder noch gar nicht berichtet habe.
Dem komme ich sehr gerne nach…

…und da fällt mir doch gleich mal das Wort (Lu –>) LUDI  – lateinisch für „Spiele“ – ein!
Und zwar, weil ich immer schon sehr gerne alle möglichen Spiele spielte in meinem bisherigen Leben, und… dies auch immer noch begeistert mache, vor allem natürlich in Gesellschaft – manchmal aber auch allein, wenn niemand mich herausfordert -, wenn auch nicht mehr so häufig und heftig und/oder teilweise sogar so grausam wie zu Marc Aurels Zeiten bei den damals sehr bekannten und beliebten LUDI ROMANI, das waren diverse prekäre Zirkusnummern, inklusive Tierhatz im Circus Maximus, den bekannten Wagenrennen und gefährlichen Gladiatorenkämpfen im Colosseum, sondern eher etwas harmloser, ungefährlicher – zeitgemäßer eben.
Hier also eine Auswahl von sieben Spiel(art)en, die mich bis zum heutigen Tag faszinieren und die ich bis dato noch begeistert verfolge:

 

Erstens: Billard

Soweit ich zurückdenken kann, war ich stets (auch als kleiner Junge schon) ein großer Freund von bunten Kugeln aller Arten, fasziniert von schönen Murmeln (auch Glaser –> der Beginn meines eigenen Glasperlenspiels) vor allem und natürlich Billardkugeln.
Wann ich genau mit dem Billardspielen begann, weiß ich leider nicht mehr, irgendwann aber während der Schulzeit, da spielten ein paar Freunde und ich immer mal wieder begeistert Pool, hauptsächlich Achtball oder Neunball.
Später dann, als ich einige Zeit in der sogenannten freien Wirtschaft arbeitete (die natürlich in Wirklichkeit überhaupt nicht frei ist), programmierte ich ein Billardprogramm, einen Tutor, wie man am besten Dreibandbillard, auch Karambolage genannt, spielt. Ich verkaufte diese Software sogar mehrfach dann bei diversen Billard-Meisterschaften, wobei ich einigen Dreibandweltmeistern auch schon mal die Hand schütteln durfte. Natürlich versuchte ich mich damals auch selbst im Dreibandspiel, das mir immer noch große Freude bereitet.
Doch als ich dann irgendwann mal Snooker am TV sah, war es um mich geschehen, ab da spielte und spiele ich pro Woche bis dato ein bis zwei Mal Snooker — ein ganz wundervolles Spiel von Kugeln und Farben, Ruhe und Konzentration; ja, ich sehe Snooker sogar als eine Art gelebte Mathematik der ganz besonders praktischen Art.

 

Zweitens: Doppelkopf

Bereits in der Sexta spielte ich, so oft es irgendwie ging, Skat mit zwei anderen Schulkameraden im Pausenhof, oft sogar stehend, manchmal im Regen mit Schirm, bis dieses Kartenspiel doch irgendwann mal langweilig wurde und wir in der Oberstufe dann das viel faszinierendere Doppelkopf entdeckten, wobei man aber zu viert sein muss.
Hatten wir auch nachmittags Schule, zum Beispiel die Mathe-AG im Jahr vor dem Abitur, dann trafen wir uns sogar über Mittag noch im gemütlichen Althanau, aßen dort etwas, tranken ein kleines Pils dazu, und spielten anschließend so lange Doppelkopf, bis unsere Köpfe vor Begeisterung glühten und wir uns wieder mal schier totgelacht hatten über die unfassbaren Stiche, die da manchmal passierten, zum Beispiel, wenn am Ende zwei Karlchen zwei Füchse fingen, da wurde es dann schon mal so richtig laut in der guten Stube!

 

Drittens: Schach

Das königliche Spiel brachte mir mein Vater schon bei, als ich noch sehr klein war. Solange er mich damit schlagen konnte, machte es ihm auch noch großen Spaß, danach mochte er nicht mehr, und ich spielte gegen meine Brüder, als sie alt genug waren.
Schach begleitete und begleitet mich schon mein ganzes Leben über, mit allen dazugehörigen Höhen und Tiefen, mal mehr, mal weniger.
Am intensivsten spielte ich Schach zu jener Zeit, als ich an meiner Mathe-Dissertation in der Schweiz arbeitete, da spielte ich nebenher ab und zu auch bei einigen internationalen Schachturnieren mit, vor allem in Zürich und Lugano, kam allerdings nie auf einen der ersten drei Plätze. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, auch mal gegen sehr gute internationale Meister (IM) oder gar Großmeister (GM) anzutreten, wenn es dabei auch kaum eine echte Gewinnchance gab.
Damals lag meine Spielstärke bei einer Elo-Zahl von um die 2000, was schon recht gut ist (GM haben allerdings 2500 und mehr. Die bisher höchste Wertungszahl von 2882 erreichte Weltmeister Magnus Carlsen im Mai 2014).
Zwei von meinen Kindern spielen übrigens auch sehr gerne Schach und inzwischen verliere ich gegen sie auch mal, ohne mich groß darüber aufzuregen, ist es doch ein Spiel, wenn auch ursprünglich kriegerischen Kämpfen nachempfunden.

 

Viertens: Scrabble

Stellvertretend für unzählige Gesellschaftsspiele, die ich immer wieder gerne mitspiele, erwähne ich hier mal Scrabble, das ja wohl jede/r kennt und somit sage ich nur noch, dass es viel Spaß macht, es auf Deutsch oder im Englischen Original zu spielen. Es könnte aber auch Canasta sein oder Rummikub oder vor allem auch Activity oder Nobody is perfect; ich sage zu fast allen Gesellschaftsspielen ja. Immer noch weit interessanter als Partys, bei denen der Alkohol in Strömen fließt und der Smalltalk die Menschen vollends verblödet; dort wird man mich niemals antreffen.

 

Fünftens: Tischtennis

Eindeutig mein Lieblingssport; noch jetzt bewundere ich die Weltmeister in dieser Disziplin, was sie für Künstler doch sind (im Vergleich zum Beispiel zu völlig überbewerteten Fußballspielern). In der Schule habe ich neben Tischtennis auch immer noch gerne Handball gespielt, weil Ballweitwurf auch in Leichtathletik immer meine beste Disziplin war. Es gab sogar mal eine Zeit, da wollte ich Speerwurf-Olympia-Sieger werden und übte solange, bis ich mir schier mal den rechten Arm vor lauter Eifer auskugelte. Ab da ließ ich es dann, als die Gefahr plötzlich, womöglich nicht mehr Musik selbst machen zu können, zu groß war.
Tischtennis spielte ich vor allem fast täglich während meiner Jahre als Student in den USA und der Schweiz. In Kalifornien erreichte ich sogar mal bei den Studentenmeisterschaften den vierten Platz,  nur drei Studenten aus China und Taiwan waren noch vor mir (jetzt muss ich selbst schmunzeln).
In Kalifornien war es für mich auch möglich rund um die Uhr Tennis zu spielen, eine Ganzjahreserfahrung der ebenfalls persönlich sehr schönen Art.

 

Sechstens: Outcast

Wie schon gesagt, spiele ich manchmal auch allein. Dann ist es meistens ein Computerspiel, wie zum Beispiel Myst und seine vielen Derivate; oder auch verschiedene Rollenspiele wie die der bekannten und sehr erfolgreichen Elderscrolls Serie, also Morrowind, Oblivion, Skyrim; oder derzeit etwa Limbo (zum dritten Mal) und mal wieder eines meiner absoluten Lieblingsspiele, das einmalige Outcast (mindestens schon zum dritten Mal), das in der Parallelwelt Adelpha spielt, wo der Held Ulukai (eigentlich Cutter Slade von der Erde) die Bösen (natürlich) ausschalten muss; dass es dabei nicht immer nur bierernst und kämpferisch zugeht, sondern auch sehr humorvoll, macht den ewigen Reiz dieses Spiels für mich aus.
Niemals spiele ich allerdings pure Egoshooter, wie zum Beispiel Counterstrike; sie sind mir einfach viel zu primitiv und pures virtuelles Geballere, das langweilt mich schier zu Tode.

 

Siebtens: Flöte

Ich spiele sehr gerne auf meiner Kwerflöte, wenn ich allein bin.
Flöten (und andere Blasinstrumente) begleiten mich bereits lebenslang. Das fing mit der Blockflöte in der Grundschule an – wo ich meinen ersten kleinen Auftritt mit zwei Menuetten von Bach und Händel hatte – und setzte sich fort mit der Klarinette, die ich von meiner Großmutter aus dem Erzgebirge mal zum Geburtstag geschenkt bekam, setzte sich fort mit der Kwerflöte und auch dem Altsaxofon, einem sehr nahen Verwandten, vor allem auch von der Grifftechnik her.
Es gibt (gab) viele große Jazzer, wie Yusef Lateef und Eric Dolphy zum Beispiel, die aus diesem Grund alle möglichen Flöten und Saxofone virtuos beherrsch(t)en.
Und noch etwas: es gibt kaum etwas schöneres im himmlischen Bereich der Musik, als selbst ein Musikinstrument zu spielen, es selbst möglichst gut zu beherrschen.
Und am Allerschönsten ist es (für mich jedenfalls), die Flötenmusik von Bach zu spielen, sie ist ein Wunder auf Erden; insbesondere der Flötenpart in der großen h-moll-Suite und in der großartigen ersten Flötensonate, auch in h-moll — nichts kann schöner sein auf Erden…
nur noch: in einer leeren Kirche zu stehen, mit der eigenen Kwerflöte in den Händen und die Sarabande aus Bachs Solopartita in a-moll auswendig selbst dort vor Ort zu spielen, einfach traumhaft, das eigene Ich für eine Weile komplett transzendierend:
BACH SARABANDE

 

© finbarsgift

 

 

Der Frühling (Erhardt)

Wie wundervoll ist die Natur!
Man sieht so viele Blüten,
auch sieht man Schafe auf der Flur
und Schäfer, die sie hüten.
Ein leises Lied erklingt im Tal:
der müde Wandrer singt es.
Ein süßer Duft ist überall,
bloß hier im Zimmer stinkt es!

© Heinz Erhardt