Hinausgeworfen

Kein Da
Ohne Sein
Kein Leben ohne Tod
Kein Leben ohne Liebe

Hineingeworfen wurden wir alle
In diese himmelschreiende Falle
Die wir irdisches Leben nennen
In der wir uns zur Liebe bekennen

Und solange wir lieben
Können wir nicht sterben
Gibt es gar keinen Tod
Sondern nur das Leben

Hinausgeworfen werden wir trotzdem
Hinausgeworfen aus der Liebe
Hinausgeworfen aus dem Leben
Hinausgeworfen aus dem Da-Sein

© finbarsgift

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59 Kommentare zu “Hinausgeworfen

  1. ingeborgthoring sagt:

    Hinausgeworfen aus dem Dasein und zurückgekehrt in die Unendlichkeit.?

  2. bruni8wortbehagen sagt:

    Ich kenne mein Da-Sein sehr genau und weiß um das Pendel, das so leicht in die eine oder andere Rchtung weist.
    Leben ohne Liebe ist fast wie Nicht-Sein, aber nur fast …

    Du hast wieder ein tolles Poem geschrieben, lieber Finbar

  3. Ariana sagt:

    So ist es…
    Sonnige Grüße dir 🌞

  4. dieMondin sagt:

    So geschieht es, lieber Lu. Jedoch selten (oder nie?) ohne unser Zutun.
    ❤ liche Grüße von mir zu dir
    Ulrike

    • finbarsgift sagt:

      Wieso selten oder nie, liebe Ulrike?!

      Wir können ja noch nicht mal etwas für unsere Geburt!

      Wir werden allesamt einfach in die Welt hineingeworfen, ohne je gefragt zu werden, ob wir das überhaupt wollen!

      Herzliche Abendgrüße vom Lu

      • dieMondin sagt:

        Es kommt darauf an, woran wir glauben.
        Woher wissen wir, dass wir uns das nicht aussuchen? Sozusagen unser Schicksal selbst mit bestimmen. Ich hatte hierzu einmal ein Buch gelesen, weiß leider die Autorin nicht mehr. Es war eine Amerikanerin, so viel ist noch in den Tiefen meiner Gedanken aufzuspüren. Im Gedächtnis ist mir geblieben, dass unsere Seelen sich ihre Aufgabe „aussuchen“ und dass diese sich mehrere Türen einbauen, um sich aus diesem Leben wieder verabschieden zu können. Ich weiß, es klingt verrückt. Aber was wissen wir schon? Ich kann mich noch erinnern, dass ich es ziemlich logisch empfunden habe, als ich dieses Buch gelesen habe. Aber das ist schon eine Weile her…

  5. ventisqueras sagt:

    è vero
    quando si ama
    la morte è lontana

  6. Flowermaid sagt:

    … kann man aus der Liebe die man selbst in sich trägt herausgeworfen werden Lu… wenn wir stagnieren fühlen wir uns gefangen… das Leben bewegt sich unaufhaltsam

  7. Ja, seufz…. Es ist der Fluch des Lebens und trotzdem wollen wir es nicht missen, denn das würde bedeuten, nicht geboren worden zu sein.
    Du hast es wunderbar beschrieben.
    Sei herzlich gegrüßt. Priska

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt seeeehr passend, liebe Priska, und erinnert mich an ein feines kleines Büchlein von Jostein Gaarder, in dem er genau diese grundsätzlich Frage aufwirft und sie in Form einer wunderschönen Kindergeschichte erörtert, noch vor seinem großen Erfolg Sophies Welt.
      Herzlichen Dank *freu*
      Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

  8. Lilith sagt:

    So tiefe Gedanken … pass auf, dass Du nicht versinkst, gerade jetzt, wo der Frühling anspaziert kommt.

  9. Und so dürfen wir zwischen dem ersten und dem letzten Atemzug nicht nur dasein sondern genussvoll leben, so, das wär der Wunsch, dass wir vor dem letzten sagen können “ jetzt ists gut jetzt kann ich in Frieden gehen“

  10. JoWolf sagt:

    Wie können wir dann Wo-Sein? Wohl sein! Ich mag Dich. 🙂 Lieben Gruß, Jo

    • finbarsgift sagt:

      Fast immer sind wir nicht, oder anders ausgedrückt, existieren wir im schier unendlichen Nichts, über das zum Beispiel Ludger Lütkehaus 1999 ja ein dickes Buch geschrieben hat ☺
      Liebe Morgengrüße vom Lu

      • JoWolf sagt:

        Also ich bin das nicht im Nichts, aber vielleicht Nicht. Wäre aber Nicht nichts, würde ich nicht Nicht sein, solange ich was sei? (Ich war schon Nichts, deswegen dräut es mich nicht, jedoch entfloh ich und will nicht zurück zum Nichts. (Nachzulesen in meinen Alpträumen inmitten der düsteren Senkgassenmooren). Ludger Lütkehaus dickes Buch über das Nichts habe ich leider nicht gelesen und werde es wohl auch nicht mehr, da ich mir das Lesen dicker Bücher schmerzlich abgewöhnt habe. Da ich aber neugierig bin, werde ich reinspieken. Liebe Grüße von Jo 🙂

  11. thiessenjak sagt:

    Erinnert mich an Wittgenstein

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