Ludi at Random et Conma

Von RANDOM und CONMA wurde ich vor einiger Zeit für den „Versatile Blogger Award“ (Vielseitigkeits-Blogger-Auszeichnung) nominiert, was mich sehr gefreut hat.
Vor allem, weil einerseits von einem meiner besten Schreib- und Musikfreunde im Internetz, dessen Blog ich jedem/jeder nur wärmstens ans Herz legen kann – mit einem Highlight in Sachen Sprache und Musik nach dem anderen -, sowie andererseits von dem schon seit Januar 2010 bestehenden sehr interessanten, vielseitigen Blog von Conma, in jüngster Zeit mit einer Reihe von interessanten Posts zum Thema Erotik und musikalischen Einträgen zu verschiedenen Interpretationen des Liedes „Ave Maria“ .
Herzlichen Dank an euch beide – auch an dieser Stelle nochmal – für die Auszeichnung!

Mit der Annahme dieser „Vielseitigkeits-Blogger-Auszeichnung“ ist die „Pflicht“ verbunden, meinerseits – nach Random und Conma zuvor – sieben Dinge über mich bzw. aus meinem Leben zu berichten, dem Leben also, das sich sozusagen „hinter dem Dasein meines virtuellen Alter Egos finbarsgift“ abspielt, und zwar von solchen Dingen, über die ich hier beim Finbar bisher noch nicht viel oder noch gar nicht berichtet habe.
Dem komme ich sehr gerne nach…

…und da fällt mir doch gleich mal das Wort (Lu –>) LUDI  – lateinisch für „Spiele“ – ein!
Und zwar, weil ich immer schon sehr gerne alle möglichen Spiele spielte in meinem bisherigen Leben, und… dies auch immer noch begeistert mache, vor allem natürlich in Gesellschaft – manchmal aber auch allein, wenn niemand mich herausfordert -, wenn auch nicht mehr so häufig und heftig und/oder teilweise sogar so grausam wie zu Marc Aurels Zeiten bei den damals sehr bekannten und beliebten LUDI ROMANI, das waren diverse prekäre Zirkusnummern, inklusive Tierhatz im Circus Maximus, den bekannten Wagenrennen und gefährlichen Gladiatorenkämpfen im Colosseum, sondern eher etwas harmloser, ungefährlicher – zeitgemäßer eben.
Hier also eine Auswahl von sieben Spiel(art)en, die mich bis zum heutigen Tag faszinieren und die ich bis dato noch begeistert verfolge:

 

Erstens: Billard

Soweit ich zurückdenken kann, war ich stets (auch als kleiner Junge schon) ein großer Freund von bunten Kugeln aller Arten, fasziniert von schönen Murmeln (auch Glaser –> der Beginn meines eigenen Glasperlenspiels) vor allem und natürlich Billardkugeln.
Wann ich genau mit dem Billardspielen begann, weiß ich leider nicht mehr, irgendwann aber während der Schulzeit, da spielten ein paar Freunde und ich immer mal wieder begeistert Pool, hauptsächlich Achtball oder Neunball.
Später dann, als ich einige Zeit in der sogenannten freien Wirtschaft arbeitete (die natürlich in Wirklichkeit überhaupt nicht frei ist), programmierte ich ein Billardprogramm, einen Tutor, wie man am besten Dreibandbillard, auch Karambolage genannt, spielt. Ich verkaufte diese Software sogar mehrfach dann bei diversen Billard-Meisterschaften, wobei ich einigen Dreibandweltmeistern auch schon mal die Hand schütteln durfte. Natürlich versuchte ich mich damals auch selbst im Dreibandspiel, das mir immer noch große Freude bereitet.
Doch als ich dann irgendwann mal Snooker am TV sah, war es um mich geschehen, ab da spielte und spiele ich pro Woche bis dato ein bis zwei Mal Snooker — ein ganz wundervolles Spiel von Kugeln und Farben, Ruhe und Konzentration; ja, ich sehe Snooker sogar als eine Art gelebte Mathematik der ganz besonders praktischen Art.

 

Zweitens: Doppelkopf

Bereits in der Sexta spielte ich, so oft es irgendwie ging, Skat mit zwei anderen Schulkameraden im Pausenhof, oft sogar stehend, manchmal im Regen mit Schirm, bis dieses Kartenspiel doch irgendwann mal langweilig wurde und wir in der Oberstufe dann das viel faszinierendere Doppelkopf entdeckten, wobei man aber zu viert sein muss.
Hatten wir auch nachmittags Schule, zum Beispiel die Mathe-AG im Jahr vor dem Abitur, dann trafen wir uns sogar über Mittag noch im gemütlichen Althanau, aßen dort etwas, tranken ein kleines Pils dazu, und spielten anschließend so lange Doppelkopf, bis unsere Köpfe vor Begeisterung glühten und wir uns wieder mal schier totgelacht hatten über die unfassbaren Stiche, die da manchmal passierten, zum Beispiel, wenn am Ende zwei Karlchen zwei Füchse fingen, da wurde es dann schon mal so richtig laut in der guten Stube!

 

Drittens: Schach

Das königliche Spiel brachte mir mein Vater schon bei, als ich noch sehr klein war. Solange er mich damit schlagen konnte, machte es ihm auch noch großen Spaß, danach mochte er nicht mehr, und ich spielte gegen meine Brüder, als sie alt genug waren.
Schach begleitete und begleitet mich schon mein ganzes Leben über, mit allen dazugehörigen Höhen und Tiefen, mal mehr, mal weniger.
Am intensivsten spielte ich Schach zu jener Zeit, als ich an meiner Mathe-Dissertation in der Schweiz arbeitete, da spielte ich nebenher ab und zu auch bei einigen internationalen Schachturnieren mit, vor allem in Zürich und Lugano, kam allerdings nie auf einen der ersten drei Plätze. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, auch mal gegen sehr gute internationale Meister (IM) oder gar Großmeister (GM) anzutreten, wenn es dabei auch kaum eine echte Gewinnchance gab.
Damals lag meine Spielstärke bei einer Elo-Zahl von um die 2000, was schon recht gut ist (GM haben allerdings 2500 und mehr. Die bisher höchste Wertungszahl von 2882 erreichte Weltmeister Magnus Carlsen im Mai 2014).
Zwei von meinen Kindern spielen übrigens auch sehr gerne Schach und inzwischen verliere ich gegen sie auch mal, ohne mich groß darüber aufzuregen, ist es doch ein Spiel, wenn auch ursprünglich kriegerischen Kämpfen nachempfunden.

 

Viertens: Scrabble

Stellvertretend für unzählige Gesellschaftsspiele, die ich immer wieder gerne mitspiele, erwähne ich hier mal Scrabble, das ja wohl jede/r kennt und somit sage ich nur noch, dass es viel Spaß macht, es auf Deutsch oder im Englischen Original zu spielen. Es könnte aber auch Canasta sein oder Rummikub oder vor allem auch Activity oder Nobody is perfect; ich sage zu fast allen Gesellschaftsspielen ja. Immer noch weit interessanter als Partys, bei denen der Alkohol in Strömen fließt und der Smalltalk die Menschen vollends verblödet; dort wird man mich niemals antreffen.

 

Fünftens: Tischtennis

Eindeutig mein Lieblingssport; noch jetzt bewundere ich die Weltmeister in dieser Disziplin, was sie für Künstler doch sind (im Vergleich zum Beispiel zu völlig überbewerteten Fußballspielern). In der Schule habe ich neben Tischtennis auch immer noch gerne Handball gespielt, weil Ballweitwurf auch in Leichtathletik immer meine beste Disziplin war. Es gab sogar mal eine Zeit, da wollte ich Speerwurf-Olympia-Sieger werden und übte solange, bis ich mir schier mal den rechten Arm vor lauter Eifer auskugelte. Ab da ließ ich es dann, als die Gefahr plötzlich, womöglich nicht mehr Musik selbst machen zu können, zu groß war.
Tischtennis spielte ich vor allem fast täglich während meiner Jahre als Student in den USA und der Schweiz. In Kalifornien erreichte ich sogar mal bei den Studentenmeisterschaften den vierten Platz,  nur drei Studenten aus China und Taiwan waren noch vor mir (jetzt muss ich selbst schmunzeln).
In Kalifornien war es für mich auch möglich rund um die Uhr Tennis zu spielen, eine Ganzjahreserfahrung der ebenfalls persönlich sehr schönen Art.

 

Sechstens: Outcast

Wie schon gesagt, spiele ich manchmal auch allein. Dann ist es meistens ein Computerspiel, wie zum Beispiel Myst und seine vielen Derivate; oder auch verschiedene Rollenspiele wie die der bekannten und sehr erfolgreichen Elderscrolls Serie, also Morrowind, Oblivion, Skyrim; oder derzeit etwa Limbo (zum dritten Mal) und mal wieder eines meiner absoluten Lieblingsspiele, das einmalige Outcast (mindestens schon zum dritten Mal), das in der Parallelwelt Adelpha spielt, wo der Held Ulukai (eigentlich Cutter Slade von der Erde) die Bösen (natürlich) ausschalten muss; dass es dabei nicht immer nur bierernst und kämpferisch zugeht, sondern auch sehr humorvoll, macht den ewigen Reiz dieses Spiels für mich aus.
Niemals spiele ich allerdings pure Egoshooter, wie zum Beispiel Counterstrike; sie sind mir einfach viel zu primitiv und pures virtuelles Geballere, das langweilt mich schier zu Tode.

 

Siebtens: Flöte

Ich spiele sehr gerne auf meiner Kwerflöte, wenn ich allein bin.
Flöten (und andere Blasinstrumente) begleiten mich bereits lebenslang. Das fing mit der Blockflöte in der Grundschule an – wo ich meinen ersten kleinen Auftritt mit zwei Menuetten von Bach und Händel hatte – und setzte sich fort mit der Klarinette, die ich von meiner Großmutter aus dem Erzgebirge mal zum Geburtstag geschenkt bekam, setzte sich fort mit der Kwerflöte und auch dem Altsaxofon, einem sehr nahen Verwandten, vor allem auch von der Grifftechnik her.
Es gibt (gab) viele große Jazzer, wie Yusef Lateef und Eric Dolphy zum Beispiel, die aus diesem Grund alle möglichen Flöten und Saxofone virtuos beherrsch(t)en.
Und noch etwas: es gibt kaum etwas schöneres im himmlischen Bereich der Musik, als selbst ein Musikinstrument zu spielen, es selbst möglichst gut zu beherrschen.
Und am Allerschönsten ist es (für mich jedenfalls), die Flötenmusik von Bach zu spielen, sie ist ein Wunder auf Erden; insbesondere der Flötenpart in der großen h-moll-Suite und in der großartigen ersten Flötensonate, auch in h-moll — nichts kann schöner sein auf Erden…
nur noch: in einer leeren Kirche zu stehen, mit der eigenen Kwerflöte in den Händen und die Sarabande aus Bachs Solopartita in a-moll auswendig selbst dort vor Ort zu spielen, einfach traumhaft, das eigene Ich für eine Weile komplett transzendierend:
BACH SARABANDE

 

© finbarsgift

 

 

Advertisements

125 Kommentare zu “Ludi at Random et Conma

  1. dieMondin sagt:

    Hey Lu,
    du bist aber wirklich ganz schön vielseitig. Ich bin begeistert 🙂
    Frühlingshafte Grüße von Ulrike

  2. fraggle sagt:

    Die Affinität zu „The Elder Scrolls“ kann ich sehr gut nachvollziehen, aber „Myst“!? 😉

    Das wird von mir bis heute leidenschaftlich verabscheut, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass das daran liegt, dass ich für diese ganzen „Schalter-viermal-nach-links-achtmal-nach-rechts-fünfmal-nach-links-und-wieder-vierzehnmal-nach-rechts“-Rätsel einfach zu dusselig und/oder zu ungeduldig war. 🙂

  3. Ruhrköpfe sagt:

    Hi lieber Lu, eine echte Spielernatur, wer hätte das gedacht 🙂 Danke für den kleinen Einblick, liebe Grüße, Annette

  4. Ich spiele Snooker zwar mehr schlecht als recht, verfolge es aber umso begeisterter auf Eurosport 😎🎱

  5. simonsegur sagt:

    Ah, sehr … verspielt. Wunderbar geversatild 🙂 Outcast habe ich seinerzeit mit Hingabe gespielt – da bedeutete Voxelgrafik die zukunft 🙂 Ich habe gehört, es gibt mittlerweile eine aufpolierte Fassung? Welche Version zockst Du denn? Ich hätte nämlich auch mal wieder Lust, auf einem dieser komischen Straußen-Kamele zu reiten 🙂

    • finbarsgift sagt:

      Du meinst ein Twon-Ha?
      Ach wie schön *lächel*

      Ich habe das Original von 1999 mitgezogen unter Windows bis XP. Alles lief immer wunderbar. Ab Win7 nimmer 😥

      Inzwischen habe ich Win10 und habe eine neue Version 1.1 von outcast für wenige Euronen bei Steam gekauft und ich muss sagen, es macht noch mehr Freude als damals 😎

      • simonsegur sagt:

        Jaaaa, die Twon-Has 🙂 Klingt gut, dass die neue Version zu funktionieren scheint. Spätestens im nächsten Winter (im Sommer hab ich nie Lust auf Computergames) verschmelze ich dann sicherlich mit Cutter Slade – herzlichen Dank für die Info!

        • finbarsgift sagt:

          Gerne 😎

          Damit hast du vollkommen recht! Ab Frühjahr spiele ich outcast nur selten, denn es gibt dann sooo viele schöne Dinge, die mann/frau zu zweit machen kann 🤗

  6. Corona sagt:

    Du bist wirklich sehr vielseitig. Verspielt und bewegungsfreudig.

    • finbarsgift sagt:

      Mann tut was man kann *lach*
      Aber das hast du doch schon fast alles von mir gewusst, ober war da für dich noch eine echte Überraschung mit dabei?!

      • Corona sagt:

        Das meiste wusste ich, aber bei Billiard musste ich grübeln. Mir fällt da jetzt nichts ein, was oder ob du mal darüber geschrieben hast. 😅
        Aber alles so im überblick, wird einem bewusst, wie vielseitig du tatsächlich bist.

  7. Das sind ein paar spannende Neuigkeiten 👍🏼 Die Spielfreude scheint uns zu verbinden…😊

  8. Feingeistig verspielt…
    Sehr nett!
    Vielen Dank fürs Mitnehmen!

  9. Sternchen sagt:

    Irgendwie gar nicht verwunderlich im Nachhinein, Du spielst Dein ganzes Leben schon mit Zahlen und Worten…spielend durch’s Leben zu gehen, klingt irgendwie beneidenswert. Liebste Grüße, Ann

  10. Sehr gut geschrieben, lieber Lu. Du zeigst auch hier wieder einmal Deine Vielseitigkeit. Ich selbst würde mich ebenso als „verspielt“ bezeichnen, allerdings teile ich von den hier vorgestellten Spielereien lediglich die siebte mit Dir, dafür aber sicherlich mit ebenso großer Leidenschaft.

    Herzlich Constanze

    • finbarsgift sagt:

      Vielen Dank, liebe Constanze, das klingt doch wunderschön 🙂

      Erst vorhin habe ich wieder ein paar Etüden gespielt, damit die eingefrorenen Winterfinger endlich wieder geläufiger werden und ein paar Passagen aus der g-moll Sonate von Bach rekapituliert, herrlich war’s 🎼🎵🎶🎵🎶🎵

      Herzliche Frühlingsgrüße vom Lu

      • Ich hör‘ den leisen Klang vom Lu
        und sing für mich ein Lied dazu…

        Ja, diese zauberhafte Bachflut(e) und das warme Frühlingswetter werden die klammen Fingerchen nun endgültig auftauen!

        Herzliche Grüße zum Mittwoch
        von Constanze

        • finbarsgift sagt:

          Das ist aber ein wunderschöner verbaler Klang, der mich hier aus dem Südwesten des Ländles erreicht *lächel*
          Herzlichen Dank und liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  11. maribey sagt:

    Spannend und sehr interessant, lieber Lu. Ich staune, was du alles kannst und machst. Deine Liebe zur Mathematik wird auch hier deutlich und gleichzeitig tauchen viele neue Dinge auf. Das Flötenspiel beschreibst du zum Nachfühlen schön.
    Faszinierend, was alles in uns wohnt!

    • finbarsgift sagt:

      Das kannst du dreimal sagen, liebe Marion, ich bin auch immer mal wieder bass erstaunt!

      Herzlichen Dank für deinen einfühlsamen feinen Kommentar, der mein Herz erfreut 🤗

      Hab einen schönen Tag, liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  12. Lieber Lu, bis jetzt bist du hier der ungekrönte Spielerkönig 😀 Ein bisschen Pool geht bei mir ebenfalls, aber mein letztes Schachspiel war mit 15, als ich durch mehrere unsinnige Angriffe meinen Bruder besiegen konnte, was sonst keiner geschafft hatte. Man soll ja aufhören wenns am Schönsten ist 😉 Meine Telespielzeit liegt 35 Jahre zurück, aber damals war ich bei Astroid, Olympic Games und Space Invaders unschlagbar und hielt alle Rekorde in Marburg, da ich aus jedem Urlaub in Österreich oder Italien jede Menge 1 Schilling Stücke mitbrachte, die als Mark Stück funktionierten 😉 Es ist ja schon sehr interessant wie du und andere hier ihr reales Leben so verbringen. Hab Dank für den Einblick 🙂

    • finbarsgift sagt:

      Ja, lieber Arno, da merkt mann/frau erst mal ganz konkret und praktisch, was es bedeutet, ein Individuum zu sein…

      Sehr interessant, der kleine Einblick in dein „Spielerdasein“ *lächel*
      Das mit den Schillingen wusste ich noch gar nicht *g*

      Dir noch einen schönen restlichen Sommertag im Frühling, liebe Grüße vom Lu

  13. Herzlichen Dank, lieber Lu, für diesen feinen Versatile-Beitrag. Da kommt Freude auf. 🙂
    Was für eine schöne Idee, daraus einen spielerischen Themenbeitrag zu machen. Da zeigt sich eine erstaunliche – aber nicht wirklich überraschende 😉 – Bandbreite. Einiges davon ist mir gänzlich unbekannt. In anderen Bereichen habe ich mich selber auch versucht – allerdings durchwegs mit geringem Erfolg. So lag beispielsweise mein größte Stärke im Schachspiel darin, die Gegner zu verunsichern. Schach als Psychokrieg, sozusagen. Wobei es mich durchaus fasziniert. Ich habe kürzlich eine Carlsen-Biografie gelesen – einfach unglaublich, was in so einem Kopf vorgeht.
    Ein faszinierendes Panorama der Lebensfreudigkeit. Ich sage herzlich dankeschön fürs versatile Mitmachen und den dadurch kreierten Lesegenuss. Mit einem sonnigen Nachmittagsgruß 🐻

    • finbarsgift sagt:

      De nada, lieber Random, es hat etwas gedauert, aber ich habe einen anfangs rasch angefertigten ad hoc Entwurf wieder verworfen und bissle auf eine neue Idee gewartet.

      Als sie endlich da war, Lu —> Ludi, hatte ich dann selbst Spaß, sie schreiberisch zu bewältigen…
      Und nun bin ich damit zufrieden 😎

      Dankeschön nochmals für deine Anregung, nun ist die Bahn frei fürs Herzkramen …
      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

      • Ja, da zeigt sich der „Fluch“ des Versatile Award. Man kann ja im Prinzip erzählen, was man will – und stellt dann plötzlich fest, dass man möglicherweise gar nicht erzählen will, was man kann. 😉
        Die Idee, in der WP-Arena eine Lanze für den „homo LUdens“ zu brechen, ist allerdings klasse. Und es ist faszinierend, wie die „Beschränkung“ auf ein Thema dann doch wieder eine unglaubliche Bandbreite hervorbringt.
        Auch wenn ich es selber nie geschafft habe, mir Flötentöne beizubringen, schätze ich die Flöte in ihren zahlreichen Erscheinungsformen sehr. Hier eine feine Hintergrundmusik fürs Herzkramen:

        • conma sagt:

          Auch ich bin beeindruckt, was Du aus der Aufgabe gemacht hast. Interessant finde ich, dass Du auch in einer Mathe-AG warst, so wie mein Sohn jetzt. Etwas, das für mich so nie in Frage gekommen wäre. Und der spielt auch gern. Muss irgendwie in der Persönlichkeitsstruktur liegen. Sehr interessant.
          Und vielen Dank für das Lob meiner Ave Maria – Reihe.

        • finbarsgift sagt:

          Dankeschön, lieber Random, für diese traumhaft schöne, meditative Flötenmusik *freu*
          Ich habe Jazz-Scheiben von Paul Horn und James Newton, beide tolle Flötensolisten, mit ähnlicher Musik, im Taj Mahal aufgenommen…
          Dir einen schönen Tag wünsche!

  14. Man kann ja ohnehin nicht erzählen, ohne auch von sich zu erzählen, also kann man auch gleich von sich erzählen. Danke dafür, dass wir ein paar weitere deiner vielen Seiten kennenlernen durften.

  15. Ariana sagt:

    Interessante Vielseitigkeiten im Spiel des Lebens. 😉

    • finbarsgift sagt:

      *lächel* zumindest in einem Teil des Lebens, das ja bei weitem nicht nur ein Spiel ist…
      sondern oft genug nur der pure Ernst (des Lebens)…
      Dankeschön und liebe Frühlingsgrüße
      vom Lu

  16. Anna-Lena sagt:

    Wenn wir uns träfen, lieber Lu, würden wir gemeinsam scrabbeln können oder müssten uns komplett etwas anderes einfallen lassen. Meine Leidenschaft für Spiele scheint doch sehr begrenzt zu sein :mrgreen: .

    Herzlich
    Anna-Lena

  17. ingeborgthoring sagt:

    als wandere man durch eine Wiese von Leidenschaften …

  18. Flowermaid sagt:

    … Pinball Blizzard könnte ich anbieten und eine exotische Reise ins Legastheniker-Scrabbeleland… das Blumenmädchen ist um deine ‚Small Talk Armut‘ nicht mehr besorgt… 😉

  19. bruni8wortbehagen sagt:

    Nún hab ich aber wirklich total gebannt gelesen, lieber Finbar.
    Was für einen feinen und ausführlichen Artikel hast Du doch zum Versatile Blogger Award geschrieben.
    Daß Du sehr, sehr vielseitig ist, weiß ich schon ein bissel länger *schmunzel sehr* und manchmal konnte ich kaum fassen, was Du alles schon gemacht hast oder auch immer noch tust.

    Schach probierte mein Vater mal kurz mit mir aus und sooo schnell, wie er sich das dachte, konnte ich kleine Maus nicht lernen, leider.
    Mit Kugeln habe ich auch immer gespielt und mit den gläsernen, als ich sie erst mal in die Finger bekam, am allerliebten, aber zu Billiard oder Snooker zog es mich nicht, auch später nicht zu Computerspielen. wobei ich aber Snooker manchmal im TV sehe *lächel*
    Bei Scrabble, Rummikub (brachte mir meine sehr alte Tante bei, die es jedes Wochenende mit ihrer Freundin spielte *g*), Canasta u. a. könnten wir uns dann wieder treffen.

    Sehr berührt hat mich Dein Textabschnitt über die Musik und das eigene Flötenspiel, und dann kam ich zum letzten Satz und las vom eigenen Spiel von Bachs Sarabande in der leeren Kirche und ich hatte das starke Gefühl, dieser Satz floß Dir direkt aus der Seele, lieber Finbar. Fast konnte ich Dich hören… und es freute mich sehr.

    Und jetzt wünsche Dir eine besonders gute Nacht

    • finbarsgift sagt:

      Das klingt ja wundervoll, liebe Bruni, und wie schön du das wieder formuliert hast 🤗

      Ja, Flötenmusik kommt bei mir immer direkt aus der Seele…
      Und insbesondere, wenn ich Bach (in einer Kirche) spiele *strahl*

      Herzliche Grüße zur Nacht vom Finbar

      • bruni8wortbehagen sagt:

        Früh am Morgen hab ich Deine Antwort gelesen und sie freute mich sehr
        Ich kann es mir sehr gut vorstellen, denn in einer Kirche, möglichst himmelhochstrebend und nicht zu erdverwurzelt, ist die Akustik berauschend schön.
        Hier fällt mir ein wundervolles Buch ein, aber hier wurde die Orgel gespielt und es ging auch um einen anderen großen Komponisten, um Liszt, aber der Klang eines geliebten Instrumentes , die Akustik einer alten Kirche und die wundervolle Musik, die sich dort in den Höhen bricht – es muß ein Traum sein.
        Ich kann nur ja zuhören, aber ich genieße es sehr

        • finbarsgift sagt:

          Die Orgel und die Kwerflöte klingen auch ganz toll zusammen!! 🎼🎵🎶🎵🎶🎵

          • bruni8wortbehagen sagt:

            Oh ja, ganz bestimmt.
            Ich vermute, die Orgelpausen füllt dann die flöte oder ist es umgekehrt, die Flöte trägt die Melodie und die Orgel ist die *zweite geige* oder ist es ganz anders? *lächel in die Nacht*

            • finbarsgift sagt:

              Da gibt es sicherlich Momente, liebe Bruni, wo du sowohl das eine wie das andere finden wirst…

              • bruni8wortbehagen sagt:

                Es muß eine sehr fein abgestimmte Zusammenarbeit sein, zwischen zwei SO unterschiedlichen Instrumenten, lieber Finbar,
                David und Goliath, groß, stark, gewaltig das eine und das Kleine, Zierliche, Feine, das aber sehr wohl selbst in der Lage ist, große Töne zu produzieren *lächel*
                Ich drück´s vermutlich mehr als laienhaft aus, aber ich denke, es ist doch sehr leicht zu erkennen, wie ich es meine *g*

                • finbarsgift sagt:

                  Soooo unterschiedlich sind diese beiden Instrumente nicht, liebe Bruni,
                  die Flöte ist eine kleine Pfeife mit vielen Löchern,
                  die Orgel besteht aus vielen großen Pfeifen mit jeweils einem Loch *lächel*
                  Alle diese Pfeifen zusammen verstehen sich ganz wundervoll! 🙂

                  • bruni8wortbehagen sagt:

                    Ach,ich dummerchen,ich sah vor mir nur dieses gewaltige Instrument und dachte nicht mal daran, dass ein einzelnes orgelpfeifchen bei mir an einer meiner Collagen hängt. Natürlich,diese Vielfalt der Pfeifen auf der einen Seite und auf der andern die eigentlich gar nicht so winzige kwerflöte *lächel*

  20. Karin sagt:

    Ich vermisse das Glasperlenspiel , Magister Ludi -:)))

    • finbarsgift sagt:

      *lächel* das klingt schön, liebe Karin, und ist verständlich, ist es doch mein Lieblingsspiel und jenes, das mich am meisten ausmacht, wie du ja weißt…

      Aber darüber habe ich im mono und fin schon vieles die Jahre über gepostet und sollte deshalb heute kein Thema sein, aber herzlichen Dank für dein daran erinnern! *freu*

      Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

  21. Ulrike Sokul sagt:

    Daß Du so vielsaitig verspielt bist, wußte ich nicht, lieber Lu.
    Obwohl ich Dich ja schon länger mitlese…
    Ich finde es bei Dir immer wieder interessant und zauberschelmisch, wie Du freimütig Facetten von Dir zeigst und dennoch gut verborgen bleibst.
    Nachtaktive Grüße 🙂

    • finbarsgift sagt:

      Zauberschelmisch klingt zauberhaft, liebe Ulrike *lächel*

      und vielleicht ist da ja was wahres dran an deiner Empfindung…

      Über dein Mitlesen freue ich mich ja schon lange sehr 😎

      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  22. Clara HH sagt:

    Lieber Lu, ich fange gar nicht erst an, die riesige Fülle an Kommentaren zu lesen.
    Ich sage rundheraus, in Bezug auf Spiele und Spielereien wären wir in ideales Paar. Schach und Outcast kenne ich nicht bzw. kann ich nicht – bei den anderen kann ich mitspielen.
    Über Doko haben wir ja schon oft gesprochen.
    Ich sage immer, verspielte Leute verkalken nicht so schnell.
    Und tschüss sagt Clara

    • finbarsgift sagt:

      Da ist garantiert was dran, liebe Clara, an deiner Verkalkungstheorie *schmunzel*
      Und Doko will ich mit dir ja schon lange mal spielen 🤗
      Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

  23. Meermond sagt:

    Dass hinter Finbar ein kluger und sympathischer Mensch steckt, weiß ich schon länger. Nun durfte ich mein Bild von dir noch erweitern. Erstaunlich, wie vielseitig du bist, lieber Lu!

  24. gkazakou sagt:

    wie gerne ich das las, und gab wieder viel Stoff zum Nachdenken.
    Grad beendete ich Dostojevskis „Spieler“ – wie groß ist doch auch beim Spielen die Bandbreite von höchster Freude und Selbsterfüllung (du flötenspielend in der Kirche) bis zur entsetzlichen Selbstaufgabe des Dostojewskischen Spielers (der eigentlich auch nicht um Geld spielt, sondern um Momente des gesteigerten Selbstgefühls und der ephemere Anerkennung). Ich hatte in Studienzeiten einen Mathematiker-Freund, Flüchtling aus Ungarn (nach dem Aufstand) lebte er mit anderen Ungarn in einer Art Lager. Der knobelte Tag und Nacht über dem Geheimnis des Roulette und war überzeugt, es mathematisch aufbrechen zu können…
    Für mich war Schach ein gefühlsmäßig stark besetztes Spiel, ich lernte es als Kind aus dem Nimsowitsch meines im Krieg gefallenen Vaters, um ihm nahe zu sein. Jetzt spiele ich nur noch mit bemalten Papierschnipseln und erlege mir Geschichten.
    Spiel schön! Gerda

    • finbarsgift sagt:

      *lächel* das mache ich immer, liebe Gerda,
      Dankeschön *freu*

      Die Nimzowitsch-Verteidigung war früher eine meiner Lieblingseröffnungen mit Schwarz auf e2-e4 (und drohendem Spanisch)…

      Tja, sowohl das fatale Schicksal vom Spieler des Dostojewski (wohl auch teilweise sein eigenes), als auch die Sache mit dem Roulette als „mathematisches Problem“ sind mir wohl bekannt, danke fürs Erinnern!

      ICH mag deine Kunst und deine Art Geschichten damit zu erzählen sehr!!
      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

      PS: Hättest du für mich noch ein Exemplar deines interessanten Schwanenhals-Romans (zum Verkauf), mit einem Namensvetter von mir in it?

  25. kowkla123 sagt:

    ich staune, was du alles drauf hast, beste Grüße kommen von mir zu dir

  26. Aurian sagt:

    Wow, Lu, Du ueberraschst mich immer wieder. Also wenn du mich mal besuchen solltest, findest Du hier im Haus eine Tischtennisplatte, mehrere Versionen Scrabble, eine Querfloete und ein Schachspiel vor. 😀

  27. Mitzi Irsaj sagt:

    Schöne Einblicke, lieber Lu.

  28. kowkla123 sagt:

    mache es gut an diesem schönen Tag

  29. thiessenjak sagt:

    Auch ich liebe es zu spielen. Doppelkopf und Schach ist ein absolutes Muss. Aber ich spiele auch gerne Gesellschaftsspiele mit strategischem Hintergrund. Sehr empfehlenswert ist 7Wonders. Aber auch Spiele in größerer Runde, die einfach nur Spaß machen, zum Beispiel Anonymous.

  30. kowkla123 sagt:

    von mir für dich beste Grüße, erhole dich gut

  31. refoexac sagt:

    Aha ! Ein Spieler 😉 Im Schachclub war ich als Jugendlicher auch mal. War mir leider zu trocken, trotz einem gewissen bescheidenem Talent. Canasta hab ich aber mit meiner Omi sehr viel gespielt und geliebt.

    Langfristige Spiele mit Taktik und Strategie spiele ich gerne, am liebsten welche, wo man sich kleinste und noch kleinere Mikrovorteile mittels ewigen Überlegen beschaffen kann.
    Früher war das bei FreeToPlay-Spielen noch mehr möglich als heute, die wurden aber so massiv auf Geld ausgerichtet, dass trotz vielen kleinen Tricks, immer noch ein gewisser Betrag(der sich zwar in Grenzen hält) dafür draufgeht.

    Und mit Egoshootern ist das so eine Sache. Das ist pures Adrenalin, ohne vollen Einsatz und körperliches hochpushen gewinnt man dabei keinen Blumentopf, für zwischendurch ist das nix. Obwohl, ab und zu, finde ich das genau richtig, es befreit meinen Kopf ungemein.

  32. Bei Schach und Myst und seinen wunderbaren Nachfolger bin ich ganz bei dir. Riven z.B. gab mir die Inspiration den Titel dieses Spiels als Chatnamen zu verwenden und als Adressbestandteil einer meiner früheren EMail-Adressen zu verwenden.

  33. Blumentorte sagt:

    Bin spät dran… aber empfehle dem Billiard spielenden und gernlesenden Lu unbedingt das Buch „Die Pantherin“ von Stefano Benni. Nicht dick, aber wirklich wertvoll und sinn-voll. Herzlichen Dank für diesen Einblick in ein Kaleidoskop Deines Lebens!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s