Liebespoem 

Die Gemäuer einer
vergangenen Liebe

Zerbröckeln täglich
Zerbröseln gnadenlos

Werden zu feinem
Flugsand im Wind

Hat es jene Liebe
überhaupt gegeben?

Die Zeit als ihre Türme
gen Himmel stürmten?

Der Tennisspieler leckt
Sich seine Liebeswunden

Letztes Lächeln einer Liebe
die famoses Leben zeugte

Des Ozeans wilde Brandung
donnert gegen harte Felsen

Eine Liebe kann auch mit Blitz
und Donnerhall ausklingen

Der Bienenzüchter beäugt
zart seine fleißigen Kinder

Erfüllt mit großer Liebe
bis zu seinem frühen Tod

Selten beendet der Tod
eine wahre ewige Liebe

Manch steinalte Gemäuer
überdauern Jahrhunderte

 

 

 

 

© finbarsgift

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Poesie.

136 Kommentare zu “Liebespoem 

  1. conma sagt:

    Ist ja wenig ermutigend 😦

  2. sternchen sagt:

    welch wunderbare Zeilen, Lu……eine wahre Liebe überdauert alles, sagt der Idealist in mir. Der Realist, dass es schwierig ist, jede Menge Arbeit, aber all das wert 😉

  3. Hallo finbarsgift,

    erstmal vielen Dank für Deine schöne Seite, die ich erst heute entdeckt habe.

    Dein „Liebespoem“ macht Lust auf Deine zukünftige Lyrik. In „Liebespoem“ schwingen soviel Wahrheiten mit, die ich gut nachvollziehen kann. Daher gefallen mir Deine Worte sehr gut.

    VG
    von Paul aus dem https://schreibstueberl.wordpress.com/

    • finbarsgift sagt:

      Hallo Paul, Dankeschön fürs Vorbeischauen und deinen feinen Kommentar zu meinem neusten Poem, herzlichen Dank dafür!
      Liebe Frühlingsgrüße vom Lu

  4. Selten beendet der Tod eine wahre ewige Liebe … das kann er gar nicht. Sie verändert nur ihre Form … wie schön … herzliche Grüße!

  5. ingeborgthoring sagt:

    Steinige Gemäuer erzählen noch nach Jahrhunderten von Liebe und Sehnsucht, von Treffen und Warten

  6. Katha sagt:

    Wow, das ging wirklich unter die Haut! Besonders die Melancholie und diese ewige Wahrheit der letzten Strophe gefallen mir super

  7. kowkla123 sagt:

    wenn es denn so ist, ist es auch ok, hab einen guten Tag

  8. karfunkelfee sagt:

    Wir Beschäftigten uns textlich mit derselben Frage: Wie ewig können wir unter der Sonne sein?
    Ich spuckte heute Morgen einen schwärmerischen Text aus, der ähnlich flammend dieses durchphilosophiert, in Bildern, in Erkenntnissen. Liebe kann alles überdauern wenn der Mensch ihr seine Zeit im Tausch gegen ein erfülltes Leben zu schenken bereit ist ohne die Erwartung einer Gegenleistung und in Kenntnis der geradezu intergalaktischen Seligkeit, die eine Erwiderung auch bedeuten kann.

    Chapeau, Dein Poem geht mir wunderbar rauf und wieder runter.

    Liebe Grüße✨

  9. refoexac sagt:

    Es hat famoses Leben erzeugt ! Die Natur ist zweckmässig ausgerichtet und die Natur hat ihr Ziel damit erreicht. Die Natur kennt die Illusion, die ideale Welt nicht, ihr Hauptanliegen ist es, das alles irgendwie lebt. sich erneuert, verändert. stirbt und neu gebiert. Die Ideale Welt hingegen ist unendlich und in ihr ist ALLES vorhanden was man sich auch nur im entferntesten vorzustellen vermag und das in jedem Augenblick unseres Lebens.

    Wir leben also in beiden Welten gleichzeitig, die eine bestimmt die Realität und die andere unsere Sehnsucht.

    Ich habe mich in den letzten Jahren von so vielem getrennt, mit und ohne Zwang, das Gefühl der ständigen Trennung(oder Veränderung) ist inzwischen permanent geworden. Die Ideale Welt und alle Sehnsüchte danach sind aber genau so meine ständiger Begleiter. Trotz eines Abschiedes leben die Verabschiedeten in der idealen Welt weiter, immer. Es ist zwar real weg, aber in einer Millisekunde des Träumens gleich wieder da. Auch die starken Bindungen an vergangene Lieben sind gleich lebendig wie immer, im Idealoversum geht nichts verloren, nicht die kleinste Geste, alles da.

  10. Wunderbare Zeilen, und die letzten zwei geben Hoffnung auf eine kleine Ewigkeit.
    Sei herzlich gegrüßt. Priska

  11. Flowermaid sagt:

    … wahre Liebe ist nur dem gegenwärtigen Moment verhaftet… alles andere ist eine Konstruktion… reisst man alles nieder, lässt sie sich wieder und wieder erleben…

  12. Die Gemäuer einer
    vergangenen Liebe

    Zerbröckeln täglich
    Zerbröseln gnadenlos

    Das muß nicht sein.Zwar hat man nicht alles noch parat, aber tief drinnen ist alles eingemeiselt – oder besser: eingeschrieben!

  13. bruni8wortbehagen sagt:

    Vielleicht werden es einmal die Mauern der Türme berichten, lieber Finbar,
    was sie hier von Liebe sahen oder von dem was die Menschen für Liebe hielten
    und doch nur die pure Leidenschaft der Jugend war
    Sie werden Geschichten erzählen, die wie lange zurückliegende Wunder klingen
    und andere, die immer noch mit dem Winden singen

    und mit leuchtenden Augen werden wir auf neue Lieben warten, aber die Frage ist,
    was ist sie denn überhaupt, diese sogenannte Liebe?
    Vielleicht dient dieses wundersame anfängliche Gefühl ja auch nur der Arterhaltung?
    Oder gibt es sie etwa doch, diese stete innige/intensive Verbundenheit zwischen zwei
    Menschen, die lange hält?
    Doch lebenslang ist sie von so vielen Faktoren abhängig, daß es wirklich einem
    wahren Wunder gleicht, wenn es wirklich einmal geschieht.

    Ich wünsche Dir eine gute und geruhsame Nacht

    PS ach ja, ich hab mal nachgesehen, ob wortbehagen evt. klüger ist als ich:
    http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2016/januar/die_liebe

  14. Videbitis sagt:

    Schön! (Eigentlich möchte ich das Wort „famos“ in einem (Liebes-)Gedicht nicht lesen, es sei denn, es wird ironisch gebraucht, wie in dem Wilhelm-Busch-Gedicht: „So kommt es denn zuletzt heraus/Daß ich ein ganz famoses Haus“ – soll heißen: Ich mag’s nicht, es hat oft einen unechten Klang, aber hier ist es überraschender Weise okay, wahrscheinlich weil ich weiß, wer damit gemeint ist:-)

  15. quersatzein sagt:

    Poetisch, melancholisch, schön!
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  16. chris sagt:

    Der Tennisspieler passt mir nicht so recht ins Bild… 😉

  17. ein tolles gedicht, lieber lu!!
    liebe junigrüße von diana

  18. Anna-Lena sagt:

    Die Liebe, etwas Unbegreifliches mit vielen Facetten, die uns in alle Gefühlslagen bringt und mächtig durchschütteln kann…

    Herzliche Grüße zum Monatsbeginn,
    Anna-Lena

    • finbarsgift sagt:

      Eine feine Beschreibung der Liebe, liebe Anna-Lena, und immer ist sie noch mehr, denn im Wort Liebe sind eigentlich hundert, ja tausend andere Begriffe mitinbegriffen…
      herzliche Morgengrüße
      vom Lu

  19. gkazakou sagt:

    Alles Lebendige ist vergänglich. LG

  20. Vor einigen Wochen traf ich einen Menschen, und nach kurzem schon schien es mir, als würde ich ihn schon seit ewigen Zeiten kennen und lieben.

  21. chinomso sagt:

    Hach, das passt mir gerade so gut. Du ahnst ja nicht.
    Dein Poem trifft mich in genau dieser Stimmung an, die du beschreibst.

    Ja, die Liebe ist einerseits Krankheit, aber ebenso Naturgewalt. Sie reisst uns mit und verändert uns. Und nie ist sie völlig weg, denn es ist wie mit der Energie. Sie wandelt nur ihre Gestalt. Und auch wenn man sie nicht mehr praktizieren kann, sie lässt sich nicht völlig auslöschen. Aus dem Herz nicht und auch aus dem Hirn nicht. Sie verpasst uns einen Anstrich, der mit den Jahren abblättern kann, aber der doch einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Und je öfter sie uns umfängt, desto bunter werden wir.Vielfarbig, vintage…… schöner shabby look. Und sie macht uns wertvoller. Denn durch sie hinterlassen wir Spuren, auch wenn wir dann mal endgültig aus dem Blickfeld verschwinden. Aus der Kohlenstoff Welt.

  22. kowkla123 sagt:

    alles Gute für den restlichen Tag, Klaus

  23. ellilyrik sagt:

    Sehr feine und schöne Zeilen, lieber Lu!
    Sie berühren und geben doch wieder Hoffnung.
    Danke dafür und nachdenkliche Grüße, Elke

  24. Oft hoffe ich, dass es diese „steinalten Gemäuer“ doch mehr gibt und sie häufiger anzutreffen sind, als man denkt. Das sind diejenigen, die alles gemeinsam schaffen und überdauern und erreichen und und und … Die aus ihrer Liebe so viel Kraft schöpfen können. Die einfach alles zusammen durchstehen. Das habe ich schon immer bewundert!

  25. Corona sagt:

    Die Liebe hat viele Gesichter

  26. sam sagt:

    Jede Liebe die einem begegnet, hat ihre Berechtigung und Sinn. Jede Liebe die einem begegnet, hat eine besondere Qualität die gegenseitig prägt. Jede Liebe die einem begegnet und dann eventuell nicht hält, lehrt für die nächste Liebesstufe, die einen liebesgläubigen Menschen, dessen „tatsächliches Lebensziel“ es ist, vor allen anderen Zielen, die wahre, die ganz große, die ewige Liebe zu er-leben, nur den Anschein nach verletzt, aber in Wahrheit BEIDE lehrt. Wenn man dann tatsächlich angekommen ist, zu Hause ist, sich tatsächlich die lange Suche im Universum gelohnt hat und erkennt, dass wahre Liebe leicht ist, dass echte Liebe nie verletzten kann, dass die große Liebe zu suchen, mit einer großen Portion Mut und Zeit zusammenhängt, war es das alles wert. Viele, viele Menschen auf diesem Planeten suchen nicht wirklich, weil die Suche zu anstrengend ist und die Priorität nicht wirklich gesetzt wird. Viele Menschen brauchen auch deswegen so lange zu finden, oder finden sie nie, weil es ihnen niemals in Wahrheit vorgelebt wurde. Viele Menschen geben sich mit einem Durchschnitt, oder sogar noch weniger zufrieden und leben diesen Durchschnitt ihrem Nachwuchs vor, die es dann ebenfalls nicht besser wissen und so ihren Nachkommen weitergeben. Die große, die wahre, die echte Liebe zu finden, ist anstrengend, aber wenn man angekommen ist, ist der Lohn DIE Liebe….so zu sein, so angenommen zu werden wie man tatsächlich ist und umgekehrt. In großer Demut und inniger Dankbarkeit, denke ich an die Menschen, die mir allerwichtigste und unverzichtbare Liebeslehrer waren.

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