Vier Haikus (Mutter Allnatur gewidmet)

 

rotschwarzes schimmern:
feuerwanzenansammlung
in weißer blüte

grauschwarze tupfer
auf hellblauem himmelsgrund:
wolken in trauer

pfeilschneller gepard
vor gelbgrüner savanne:
tiefstes afrika

augen funkeln in
sehnsuchtsvollem verlangen:
verliebte welten

© finbarsgift

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Poesie.

48 Kommentare zu “Vier Haikus (Mutter Allnatur gewidmet)

  1. Ariana sagt:

    Sehr schön 🙂

  2. Corona sagt:

    Super 👍🏼

  3. ingeborgthoring sagt:

    Sehr schön. Man lernt nie aus bei Dir …

  4. Wunderbar geschrieben lieber Lu – danke! Dir eine gute Woche.

  5. ellilyrik sagt:

    Wunderschöne Haikus hast du gezaubert, lieber Lu!
    Haikus kannst Du also auch, alle Achtung!
    Hab einen schönen Tag.
    Sonnen- und Herzgruß Elke

  6. www.wortbehagen.de sagt:

    Ich mag an sich keine haikus, lieber Finbar, aber deine hier sind umwerfend gut!
    Alle vier! Ich mag jedes einzelne von ihnen sehr.

  7. bmh sagt:

    Die Allnatur kann man nicht genug besingen 🙂
    Schön.

  8. Anna-Lena sagt:

    Ein Hoch auf Mutter Allnatur, ich verbeuge mich in Ehrfurcht und gratuliere dir zu deiner Lyrik, lieber Lu!
    Herzlich
    Anna-Lena

  9. Flowermaid sagt:

    … die Natur lechzt nach dem verstehen Moment der Erkenntnis… nichts ist einfach obwohl es die Form bewahrt…

  10. quersatzein sagt:

    Feine Dreizeiler! Ich finde vor allem die Trauerwolken so schön.
    Lieben Gruss zum heissen Sommeranfang,
    Brigitte

  11. … und die Verliebtheit
    sie bildet den Rahmen, die gesamte Welt umfassend

    Herzlichste Sommersonnenscheingrüße

  12. Kräftig und stark….sehr schön!
    Liebe Grüße. Priska

  13. karfunkelfee sagt:

    Du wortkalligraphierst vier sehr unterschiedliche Haiku, ihr Ausdruck erreicht mich untereinander hängend und jedes Wort muss in der Lage sein das alles zu sagen, was mir sonst ganze Sätze erklären und jede Zeile eines Haiku muss so ausdrucksstark sein wie ein langer ausführlicher Text, damit ich die Freiheit haben kann, meiner Phantasie den nötigen Auslauf zu verschaffen wie jetzt hier:
    rotschwarze Begegnung der Wanzen auf weißer Blüte Grund:
    Wer fraß die Unschuld?
    Das hellblaue Himmelsbild mit Trauerwolken in Anthrazitklecksen:
    Ich trauere später mit dir
    Der schnelle gelbe Gepard vor dem tiefen Grün eines afrikanischen Regenwaldes verliert sein Mimikry, seine Tarnung, die ihn in der gelben Savanne schützt:
    um Afrika
    Zum Schluss ein Senryu mit viel Gefühl, ein sehnsuchtsvolles Verlangen, das die Augen in den verschiedenen Welten zum Funkeln bringt.
    wenn wir uns sehen.
    So verbindet sich eins mit dem anderen für mich und es entsteht ein Gesamtbild, das einen Großteil seiner Anziehungskraft aus seinen großen Kontrasten bezieht.

    Sehr fein und lieben Gruß von der Fee

  14. refoexac sagt:

    Die Feuerwanzen sind los 😎

  15. Paleica sagt:

    sehr gelungen. ich bin ja sonst nicht so der poesiefreund, aber haikus mag ich sehr!

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