Villons Mäuse-Ballade (Poesie und Musik)

 

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50 Kommentare zu “Villons Mäuse-Ballade (Poesie und Musik)

  1. Ariana sagt:

    Mäusesüß… 🐁

  2. Flowermaid sagt:

    … die bezauberndste Erklärung für die Entstehung des Kosenamens ‚Maus’… es liegt eine gewisse Herzensgröße darin… 😉

  3. gkazakou sagt:

    sehr schön, aber leider konnte ich nicht den ganzen Text verstehen, fand ihn auch nirgends ausgedruckt

    • finbarsgift sagt:

      Hier ist der Text in der Nachdichtung von Paul Zech:

      Es schwamm der Mond in mein Gemach hinein,
      weil er da draußen so allein
      bei den entlaubten Bäumen stand.
      Ich habe ihm ein Kissen hingerückt,
      damit er ruhen konnte, und er tats beglückt
      sich untern Kopf. Ich legte ihm die Hand
      schnell auf die Augen, und da schlief er auch.
      Mich aber plagte schlechte Luft im Bauch.

      Sie plagte mich, bis eine Uhr schon zwölfe schlug.
      Da hatte ich verdammt genug
      und ließ sie ab, die Luft. Davon ist zwar
      der Mond nicht aufgewacht, doch in dem Fenstereck
      die Mäusefrau. Sie hat im ersten Schreck
      geboren, was noch gar nicht gar nicht fällig war.
      Die kleinen rosa Schnauzen piepsten da so nett,
      dass ich sie zu mir nahm ins warme Bett.

      Mein Gott, die lütten Dinger, noch ganz nackt
      und blind: Wie hat das Elend mich gepackt!
      Ich glaub, dass mir was Nasses in die Augen kam.
      Dabei hat manches Mädchen schon von mir
      ein Kind gekriegt und starb vor Scham.
      Die armen Würmer aber kuschten sich
      in meine Hand, als wäre ich ihr Vater Mäuserich.

      Zuletzt war auch die Mäusefrau so zahm
      geworden, dass sie schwänzelnd zu mir kam.
      Die schwarzen Augen glänzten froh und gross
      in mein Gesicht hinein.
      Und plötzlich war ich auch so mäuseklein
      wie dieses Tier und nahm es in den Schoß.
      Ich habe wohl die ganze Nacht mit ihr verbracht
      und an kein andres Weib dabei gedacht.

      Nachgedanken:

      Im milden Licht der Winternacht
      hab ich mich zu den Mäusen aufgemacht.
      Du aber fragst, warum denn nur?
      Hör zu, es ist kein Tier so klein,
      das nicht von dir ein Bruder könnte sein.

  4. Ulrike Sokul sagt:

    Villon, Vollenweider und Mäuseherzchen – das ist eine Kombination, die sich hören lassen kann!
    Auch das Bild (von der CD?) mit den Baumwesen finde ich märchenhaft ansprechend.
    Herzensdank für diesen Schlummertrunk, lieber Lu. 🌿 🎶 🌿

  5. www.wortbehagen.de sagt:

    wie wunderhübsch und liebenswert ist diese MäusleinBallade, lieber Finbar,
    sehr gekonnt gesprochen und in zarte melodische Töne eingebettet, die ich leider nur sehr leise hören konnte im Moment…
    Eine Mäusemami, die dicht bei ihm ihre Kinderchen bekommt *g*, als er wieder mal im Kerker liegt.

    • finbarsgift sagt:

      So war es wohl…
      Und so dichtete er beim Mondenschein und Mäuslein fein, ansonsten ganz allein…

      • www.wortbehagen.de sagt:

        🙂 , so war es wohl und dann war er wieder in Freiheit und dichtete weiter und weiter und SEIN Name ist heute noch bekannt, während viele andere in Vergessenheit gerieten.
        Ich bin vorhin mal kurz durch seinen Lebenslauf geflitzt und hab gestaunt über das, was ich da gefunden hab.Ich kannte ja vorher nur seinen Namen ….

  6. Hmmmmmmm
    Das nehm ich heut gern als Schlaflied
    Danke sehr😊

  7. Karin sagt:

    Er hat in meinem Reigen der Franzosen gefehlt, jetzt finde ich ihn bei Dir, schön das🤗Einen herzlichen Gruss zu Dir, Karin

  8. Typisch Villon 🙂 Ich kenne vor allem „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund. In der Buchhändlerschule damals war unser Lehrer ein begeisterter Villon -Fan und er sammelte alle Werke von ihm. So schnell kommen Erinnerungen hoch 😉

    • finbarsgift sagt:

      Bonjour Sylvia, da bin ich aber froh, dass es keine üblen Erinnerungen sind, die mein Villonpost bei dir hervorgerufen hat 🙂
      Und seinen berühmten Erdbeermund kenne ich natürlich auch, aber ansonsten sehr wenig, denn eigentlich wollte ich mal wieder einen Post zur Schweizer Gruppe „Poesie und Musik“ einstellen, da ich René Bardets Werke von damals (zusammen mit Büdi Siebert und Andreas Vollenweider) immer noch sehr schätze, eben gerade auch die Verbindung von Poesie und Musik…
      Liebe Morgengrüße vom Lu

  9. kowkla123 sagt:

    ist ja cool, ich hoffe immer noch auf besseres Wetter, Klaus

  10. Ich liebe sie! Mein Kollege spricht sie bei seinem Villon-Programm. 😊
    Herzliche Grüße an Dich

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