Unser eigener Diogenes (Ólafsson)

 

Ich bin dafür, dass das Halten eines Kynikers in
Reykjavik frei gegeben wird. Und außerdem, dass
Schatten verboten werden. Und jeder sollte seinen
Kyniker an seinem Knöchel angebunden haben:
Nackt, in einer Tonne, ganz ohne Angst.
Oh, wenn doch nur. Dann würden wir lernen
müssen, ohne Schatten umherzulaufen, so dass nie
einer in eines anderen Sonne steht.

 

 

 

 

© Ragnar Helgi Ólafsson
(dt. von Wolfgang Schiffer)

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58 Kommentare zu “Unser eigener Diogenes (Ólafsson)

  1. Wobei ich Schatten ja gut finde … 🙂

  2. Chaosvater sagt:

    ich hatte schon mal versucht, als 1-€-Jobber was als Schattenspender zu bekommen; hatte leider nicht geklappt

  3. Paleica sagt:

    das ist tatsächlich eine sehr interessante und spannende idee. aber was die spanier und marokkaner sagen würden, wenn es keinen schatten mehr gäbe… 😉

  4. www.wortbehagen.de sagt:

    ich finde seine Zeilen hoch interessant, lieber Finbar,
    und ich erkenne wähfrend des Lesens ein kleines gewisses Augenzwinkern,
    dass mir sehr gefällt
    Die Schatten, die uns plagen, die würden wir dann los und wie gut wäre das gelegentlich .
    Gut, daß Du den Übersetzer dazuschreibst, jetzt kann ich einen neuen Anlsuf machen 🙂

    Ich denke, es ist aus dem Büchlein mit dem riesiglangen Titel
    *Denen zum Trost, die sich in der Gegenwart nicht finden können*, oder nicht?

  5. Schatten können so viel … ohne Schatten gäbe es mehr Schmerz

  6. kowkla123 sagt:

    nee, wider jeder Naturgesetze, komme gut durch die Woche, Klaus

  7. Der Schatten des anderen? Es gibt Länder, die sind so übervölkert, daß das undenkbar ist 😉

  8. Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen deine Schatten hinter dich sagen die Südafrikaner. Ich finde Schatten faszinierend.

  9. quersatzein sagt:

    Darüber lässt sich trefflich streiten.
    Licht ohne Schatten – wie soll das gehen?
    Aber die dunklen Seiten heller machen, das wäre ein Anspruch.

    Lieben Abendgruss,
    Brigitte

  10. Was ist mit Schatten in der virtuellen Welt …

  11. Flowermaid sagt:

    … so bedürfnislos, das selbst ein Schatten zu viel Besitz wäre… wie Lebte Olaffson wohl sein Leben…

  12. vielleicht reichte es, wenn jeder achsam wäre, nicht einen anderen in den Schatten zu stellen, der gern im Licht glänzen möchte

    Heut ist ein eher schattenloser Tag 😉

  13. Faszinierende Überlegungen.
    Vielleicht würden die Menschen zu graben anfangen, um Dinge zu verstecken. So eine Evolutionstheorie…
    Herzliche Grüße. Priska

  14. gann uma sagt:

    Hm, das verwirrt mich. Die Kyniker sind eh nicht leicht zu fassen. Dann ein Bild aus dem mediterranen sonnenheißen Raum, vermischt mit nordischem Island. Vielleicht ein Paradox, ein Koan? Dennoch, die Botschaft entzieht sich mir.

    LG, gann

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