dieMondins liebster Blogaward

Vielen Dank an: dieMondin-LiebsterBlogaward für ihre Anerkennung meines Bloggens.
Es ist nicht meine erste Nominierung für diesen Award, und dennoch freue ich mich in diesem Fall erneut sehr, weil ich ihren Blog mag, er ist fein und authentisch, steckt voller Klug- und Weisheit.
Es lohnt auf jeden Fall, sich dort vor Ort einmal etwas genauer umzusehen:
dieMondin

Und hier nun meine Antworten auf dieMondins Fragen:

  1. In welcher Stadt lebst du?
    In einem kleinen Ort am Rande der großen Kesselstadt, der mächtigsten Stadt des Ländles, dort in einem kleinen Turm auf dem Roten Berg, wo ich mich schon viele Jahre sehr wohl fühle:
    Kesselstädter Toskana
  2. Seit wann bist du Blogger?
    Darüber habe ich vor kurzem folgendes geschrieben:
    Ich blogge also bin ich
  3. Was hat dich bewogen zu schreiben?
    Vor allem die Aufarbeitung meiner Vergangenheit, mit eigenen Worten, immer und immer wieder, nun fast seit 10 Jahren schon; hier dazu ein Beispiel:
    Allererste Erinnerungen
  4. Magst du lieber Zahlen oder Buchstaben?
    Da muss ich natürlich etwas schmunzeln, denn als einer der neben Philosophie vor allem Mathematik studiert hat, gibt es da bei mir kein entweder – oder, sondern sowohl – als auch; und das zeigt sich auch in meinen Posts, es gibt eine Menge davon, die mit der Mathematik (oder Zahlen) zu tun haben, wie dieser hier:
    Freitag der 13te
    oder auch voller Buchstaben stecken, vor allem meine eigenen Poeme, ein Beispiel ist das hier:
    Liebesleben
  5. Was ist dein liebster Monat um in den Urlaub zu fahren?
    In der Regel der heißeste Monat in unseren Breiten, also der August; zumindest den verbringe ich meistens nicht zuhause, sondern sehr oft dort vor Ort:
    Urlaubszeit
  6. Welches Ziel hast du derzeit?
    Immer viel zu viele gleichzeitig, aber die höchste Priorität haben in den nächsten Jahren:
    Musik machen, Geschichten schreiben, Schlaf fördern.
    In schlafloser Nacht
  7. Worüber kannst du dich am meisten ärgern?
    Mit Sicherheit über die deutschen Autofahrer; sie gehen mir absolut gegen den Strich; da komme ich sogar immer mal wieder zum FLUCHEN, was diese Spezies angeht, dabei meine ich vor allem die auto-eitlen Männer unserer Gesellschaft:
    Menschen wie Lemminge
  8. Welchen Beruf wolltest du als Kind immer ausüben?
    Pianist, Dirigent, Komponist…
    aber so kam es nicht, warum auch immer, egal, Schwamm drüber;
    stattdessen wurde ich Berufsmathematiker und Hobbymusiker,
    und lebe damit auch ganz zufrieden:
    von der Schönheit der Mathematik
  9. Was ist dein größter Wunsch?
    Einmal so zu sterben, dass ich davon absolut nichts mitbekomme:
    Dasein
  10. Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen?
    „Plötzlich Papa“, weil ich den Omar Sy sehr schätze, und er mich toll amüsiert,
    so wie auch im weltberühmt gewordenen Film „Ziemlich beste Freunde“:
    https://www.youtube.com/watch?v=fp_HmxtYQzo
  11. Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
    Unbedingt beides:
    Sonnenaufgang
    Sonnenuntergang

 

Ich finde das Stöckchen von dieMondin so schön, dass ich an dieser Stelle darauf verzichte, mir andere Fragen zu überlegen, sondern sie gerne zur Beantwortung weiterleiten möchte an die folgenden Blogs, die ich hiermit mit dem finbarliebsten Blogaward auszeichnen möchte:

Karins Sammelsurium

Astrid Bergmanns Art

Aurians Blog

Marga Auwald

Elkes Wegpoesie

Lilys Feldlilien-Blog

Celine Autrice

Random Randomsen

Teggytiggs

Ingeborgs Vierkerzenzeit

Poetas Herzhüpfen

 

 

Und nun viel Spaß für alle 11 Nominierten beim Beantworten der 11 Fragen des feinen Stöckchens von dieMondin.

 

 

© finbarsgift

Zeit. Zeit (Borchers)

 

Ich muß endlich begreifen
daß ich Zeit habe.
Zeit für den Vogel auf der Brüstung
der mit mir redet, im Auftrag.
Zeit für den Lampenfuß
in dem sich das Erdenlicht spiegelt.
Zeit für die Katze auf blauem Samt
in kleinstem Format an der Wand
von Almut gemalt, als beide noch lebten.
Auch für das Schaf mit den schwarzen Ohren
den schielenden Augen, dem schiefen Maul und dem
durstigen Mund. Indianisch, ganz einfach, instruktiv.
Vermissen werde ich’s im kommenden Jahrhundert.
Ich habe noch nicht ein stillschweigendes Wort
mit der getrockneten Rose gewechselt, woher und wohin denn.
Und das Kalenderbuch in schwarzem Leder
mit der goldenen Jahreszahl
klafft elegant auseinander, um mich ein- und auszulassen.
Lernen, Zeit zu haben.
Lernen, daß es zu spät ist.

 

 

 

© Elisabeth Borchers

Stadt mit Turm

Der Turm überragt die Stadt
Ich muss an Erdzauber denken
Was dort die Ebene der Winde
Ist hier der Stern der Straßen

Doch wo sind die Zauberer
Von Lungold geblieben?
Wo weilt der Herrscher
Über Harfen und Flöten?

Von der Spitze des Turmes
Bietet sich meinen Augen
Ein fantastischer Anblick
Stehendes Zeppelinfliegen

Der Turm überragt die Stadt
Er schwingt hin und her
Lebt und ich spüre seinen
Mächtigen Puls der Zeit

© finbarsgift

Träumereien (Heine)

 

 

Mir träumte von einem schönen Kind,
Sie trug das Haar in Flechten;
Wir saßen unter der grünen Lind,
In blauen Sommernächten.

Wir hatten uns lieb und küßten uns gern,
Und kosten von Freuden und Leiden.
Es seufzten am Himmel die gelben Stern,
Sie schienen uns zu beneiden.

Ich bin erwacht und schau mich um,
Ich steh allein im Dunkeln.
Am Himmel droben, gleichgültig und stumm,
Seh ich die Sterne funkeln.

 

 

 

© Heinrich Heine

Wintergeschehen

 

angeknabberter-winter-a

Wenn der Schnee verweht
deine Gedanken mit ihm wandern
Eissterne deine Wege säumen
die Liebe zur Natur dich wärmt

Wenn die Schönheit des Eisigen
dich schaudernd innehalten lässt
dein Atem sich mit froststarren
knisternden Zweigen mischt

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Wenn die gefrorene Erde vom
stillen Keimen spricht und sich
all ihr fantasievolles Tun wie ein
samtener Mantel um dich legt

Dann wird dir dein Einssein mit
der winterruhigen Natur bewusst
und du spürst im Weitergehen
freudefunkelndes Wintergeschehen

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© Text/Fotos: Wortbehagen/finbarsgift

Der Hase (Anonymus)

Ich stehe im Einklang mit
dem Puls des Universums.

In meiner Stille und Einsamkeit
höre ich die Melodien der Seele.

Ich schwebe über Gemeinplätzen,
Zank und Verfall.

Ich gleiche mich an,
also überwinde ich.

Ich gebe meinem Wort
zarte Pastelltöne.

Ich verkörpere Harmonie
und inneren Frieden.

Ich bin der Hase.

Song for Someone (The Frames)

Dryin‘ up in conversation, still
My head was halfway round the world
And workin‘ through your sleeping I was
Driven by the promise of a quick return
And I wonder if she’ll be the very same
And I wonder if she’s gonna break the waves
Again…

Tryin‘ just to focus on the good
I’m tired of divin‘ for the pearls
And every dawn is another morning less
I have to wait to wake beside that girl
And I hope she’s gonna be the very same
And I hope she can survive this wave again

And if we’re all for someone
And if we’re born for someone
When will she come, that someone?
And put things in their place?

Comin‘ back to see you girl,
You know there’s nothing surer in this world
Remember all the mad and seasons
Back when we weren’t old enough to wait our turn
And I hope we’re gonna be the very same
And I hope we can survive this wave again

And if we’re all for someone
And if we’re both for someone
When will she come, that someone?
And put things in their place?

(Closing instrumentals)

like in sadness flying lost eagles

o
n
on
on on
on on on
life’s bitterness
swirls in craziness
while all the demons
with their longing hearts
expand to soulless ghosts
like in sadness flying lost eagles
through mournful skies
no moon somewhere
no planet anywhere
no light in sight
no nothing
nowhere
no no no
no no
no
n
o

© finbarsgift

bussard

hoch fliegt der bussard übers land
die winde der welt ausnutzend
kaum ein sperriger gedanke
kreuzt seinen weiten flug

stiller als die atmosphäre
segelt er dahin wie erddrachen
auf der ewigen suche nach
nahrung für die unendlichkeit

bittere kälte irritiert ihn nicht
wenn er reste einer beute erbricht
dünner nebel steigt gen himmel
menschen wirken wie gewimmel

© finbarsgift